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Wilhelm Bauer (* 23. Dezember 1822 in Dillingen an der Donau; † 1875 in München) baute die ersten modernen U-Boote.
1850 wurde das U-Boot mit dem Namen Brandtaucher bei der Maschinenfabrik und Eisengießerei Schweffel & Howaldt in Kiel gebaut und zu Wasser gelassen. Bauer hatte den Bau gegen die massiven Einsprüche der zeitgenössischen Experten durchgesetzt. Nach der Entscheidung zum Bau gelang es denselben Experten drastische Änderungen an den Plänen Bauers durchzusetzen. Die Wandstärke wurde deutlich verringert, die Trimmung durch verschiebbare Gewichte gestrichen, anstelle von Ballasttanks wurde das Ballastwasser in den Rumpf geleitet. Nach mehreren Testfahrten schlug das Boot bei einem Tauchversuch leck. Die Mannschaft konnte sich aus eigener Kraft retten.
1856 wurde das U-Boot Seeteufel in Dienst gestellt. Das Boot hatte eine Länge von 52 Fuß. Die Mannschaft aus 12 Matrosen war in der Handhabung von Taucheranzügen geschult, da das Boot über eine Taucherkammer verfügte, die den Ein- und Ausstieg aus dem getauchten Boot ermöglichte. Der Seeteufel unternahm 133 erfolgreiche Tauchfahrten.
Alle heutigen U-Boote folgen den Prinzipien Bauers.


