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| Wappen | Karte |
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| fehlt noch | ![]() |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Landkreis: | Waldshut |
| Fläche: | 76,03 km² |
| Einwohner: | 6.868 (31.03.2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 90 Einwohner je km² |
| Höhe: | 700-900 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 79844 - 79848 |
| Vorwahl: | 07703 |
| Geografische Lage: | 47° 49' n. Br. 08° 21' ö. L. |
| Kfz-Kennzeichen: | WT |
| Stadtgliederung: | 8 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Martinstr. 8 79848 Bonndorf im Schwarzwald |
| Offizielle Website: | www.bonndorf.de |
| E-Mail-Adresse: | stadt@bonndorf.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Michael Scharf |
Die 'Löwenstadt' Bonndorf im Schwarzwald ist eine Stadt im Kreis Waldshut. Sie ist bekannt für ihr Schloss mit den Narrenstuben und den Japanischen Garten. Sie beherbergt die zweitälteste Sparkasse Deutschlands, die 1765 von Fürstabt Martin II. Gerbert gegründet wurde.
| Inhaltsverzeichnis |
Bonndorf liegt im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland. Die Gemeinde liegt 18 Kilometer von der Schweizer Grenze (Stühlingen/Schleitheim) entfernt. Sie liegt im Nordosten des Landkreises Waldshut und südlich der Wutach, zu der sie über die Wutachschlucht im Ortsteil Boll Zugang hat. Der Schluchsee liegt etwa 15 Kilometer westlich von Bonndorf.
Die Gemeinde Bonndorf grenzt im Westen an die Gemeinde Schluchsee, im Nordwesten an die Gemeinde Lenzkirch und im Norden an die Gemeinde Löffingen (alle Landkreis Hochschwarzwald). Im Osten grenzt sie an die Gemeinde Wutach, im Südosten an Stühlingen und im Süden an Grafenhausen (alle Landkreis Waldshut).
Zu Bonndorf (Stadtgebiet: 4.803 Einwohner) gehören die Ortsteile Boll (124), Brunnadern (83), Dillendorf (293), Ebnet (79), Gündelwangen (553), Holzschlag (180), Wellendingen (531) und Wittlekofen (201).
Das Gebiet um Bonndorf war schon in der Steinzeit besiedelt, worauf Funde in der Gemarkung Bonndorf hinweisen.
Nach der Besiedelung durch Kelten und Germanen wurde um 260 das Gebiet von den Alemannen in Besitz genommen. 1877 wurde in Bettmaringen, das heute zur Stadt Stühlingen gehört, eine Fibel aus dieser Zeit gefunden, daneben wurden alemannische Plattengräber mit Grabbeilagen entdeckt.
496 gerieten die Alemannen in die Abhängigkeit fränkischer Könige, woraufhin ihr Stammesgebiete in Gaue unterteilt wurde. Bonndorf gehörte zum Albgau, dessen Gaugrafen von Gurtweil aus regierten.
Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 1223. Sie befindet sich heute im Staatsarchiv in Basel. Die Gaugrafen waren mit den Herren von Bonndorf durch das Lehnswesen verbunden. Nach 1290 ging Bonndorf durch Heirat oder Verkauf in den Besitz verschiedener fremder Herren über. Mit dem Aussterben des Geschlechts derer von Lupfen 1582 entstand eine Erbstreitigkeit über das Gebiet, die schließlich von Kaiser Rudolf II. entschieden wurde.
1609 bereits wurde Bonndorf vom Kloster St. Blasien gekauft. Durch diesen Erwerb der reichsunmittelbaren Herrschaft Bonndorf wurde der Abt des Klosters weltlicher Herrscher und erhielt Sitz und Stimme im Schwäbischen Reichstag (1638).
1699 wurden die Herrschaften Bonndorf, Gutenburg (1480 von St. Blasien gekauft), Bettmaringen (1418 an St. Blasien verschenkt) und Blumegg (1433 durch St. Blasien gekauft) zur Grafschaft Bonndorf vereinigt.
1746 wurde der Abt von St. Blasien in den Reichsfürstenstand erhoben. Die Grafschaft Bonndorf wurde damit zum Fürstentum.
1803 wurde das Eigentum des Klosters St. Blasien säkularisiert. 1806 kam Bonndorf schließlich - nach kurzer Herrschaft des Malteserordens (1803-1805) und des Königreichs Württemberg (1805-1806) - an das Großherzogtum Baden.
1815 wurde Bonndorf Badisches Bezirksamt; die hierzu erforderlichen Ämter wie das Amtsgericht, das Notariat oder das Forstamt kamen in den folgenden Jahren hinzu und nahmen größtenteils ihren Sitz im Bonndorfer Schloss.
Erst 1924 wurde das Bezirksamt Bonndorf aufgelöst und dem Landkreis Neustadt zugeordnet. Dieser Landkreis Hochschwarzwald wurde im Zuge der Gebietsreform (1967-1975) wieder aufgelöst; Bonndorf fiel an den Landkreis Waldshut. Gleichzeitig kamen die heutigen (2004) Ortsteile zu Bonndorf.
Der Name der Stadt kommt - der Legende zufolge - von den Bohnen, mit denen die Bürger des Ortes in Abstimmungen ihre Meinung bekundet haben sollen. Andere Quellen gründen den Namen der Stadt auf das keltische buona, welches entweder vom Wort baunos (gebaut, bewohnt) oder von den Wörtern boum, bôm, bôn (vom keltischen bona - Baum) herrühren soll. Nach der zweiten Deutung ist Bonndorf also das Dorf bei den Bäumen.
Das Stadtrecht bekam Bonndorf 1891 verliehen, 1935 wurde es wieder entzogen. 1951 erhielt Bonndorf das Stadtrecht vom badischen Staatspräsidenten Leo Wohleb zurück.
Bonndorf ist seit jeher katholisch. Erst seit dem 19. Jahrhundert gibt es Protestanten, ab 1875 wurden Israeliten gemeldet. Heute hat Bonndorf neben den beiden großen christlichen Gemeinden auch eine muslimische Gemeinde mit einem eigenen Gebetsraum. Zudem sind die Neuapostolische Kirche und die Zeugen Jehovas in Bonndorf vertreten.
1855 hatte Bonndorf 1.212 Einwohner. Diese Zahl stieg im Laufe der Jahre stetig an (1.600 im Jahr 1900, 2.100 im Jahr 1950, 3.400 im Jahr 1970, 5.364 im Jahr 1980).
Seit 1975 besteht eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Bains-les-Bains (Homepage der Stadt Bains-les-Bains), die im Süden der Vogesen liegt.
Bonndorf ist eine Hochburg der Fastnacht, die Bonndorfer Pflumeschlucker sind eine bekannte Narrenzunft.
Die im Bonndorfer Schloss befindlichen Narrenstuben beherbergen eine große Ausstellung von Narrenfiguren und anderen Ausstellungsstücken aus der Narrenzeit.
Das Bonndorfer Schloss wurde 1592/1594 als Wasserschloss errichtet und 1723-1726 durch den Fürstabt des Klosters St. Blasien barockisiert. Das Gebäude wurde in den 1970er-Jahren restauriert und beherbergt heute die Narrenstuben, das Notariat, Kreismuseum, Stadtbibliothek und einen Konzertraum.
Bei der Renovierung des Schlosses wurde der Stadtgarten neu angelegt, der heute in den Japanischen Garten übergeht.
Bonndorf liegt an der Bundesstraße 315.
Einer der wichtigsten Hersteller von Schwarzwälder Schinken ist in Bonndorf beheimatet.
Bonndorf ist Standort einer Grundschule und einer Haupt- und Realschule. Der Einzugsbereich umfasst die Gemeinden Bonndorf und Wutach sowie Teile der Gemeinden Grafenhausen und Ühlingen-Birkendorf. Der Versuch, einen Teil der Unterstufe des Gymnasiums Kolleg St. Blasien nach Bonndorf zu holen, scheiterte um das Jahr 2000. Ferner gibt es eine Sonderschule in Bonndorf.
Ehrenbürger sind der ehemalige stellvertretende Bürgermeister, Gerhard Schwörer, sowie der frühere Bürgermeister Oskar Stöckle.
Konstantin Fehrenbach (* 1852, † 1926), deutscher Reichskanzler von 1920 bis 1921, wurde in Wellendingen, heute ein Ortsteil von Bonndorf geboren.
Stadt Bonndorf im Schwarzwald (Hrsg.): Bonndorf. Stadt auf dem Schwarzwald. Verlag Karl Schillinger, Freiburg, Bonndorf im Schwarzwald 1980, ISBN 3-921340-11-X
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