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Walther von Brauchitsch (* 4. Oktober 1881 in Berlin; † 18. Oktober 1948 in Hamburg), Sohn des Generals Bernhard von Brauchitsch, war ein deutscher Offizier (letzter Dienstgrad: Generalfeldmarschall).
| Inhaltsverzeichnis |
Nach seiner Schulausbildung im Kadettenkorps tritt Brauchitsch im März 1900 als Leutnant in das Charlottenburger Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3 ein, und wechselt im Jahr darauf zum Garde-Feld-Artillerie-Regiment Nr. 3. Im Jahr 1909 wird er - inzwischen Oberleutnant - vorläufig zum Großen Generalstab versetzt, ohne zuvor die Kriegsakademie besucht zu haben.
Zum Ende des Jahres 1913 erfolgt dann die endgültige Versetztung in den Großen Generalstab und die Ernennung zum Hauptmann.
Im 1. Weltkrieg ist Brauchitsch in verschiedenen Einheiten als Generalsstabsoffizier tätig. Im letzten Kriegsjahr 1918 wird er als Ia der 34. Infanterie-Division eingesetzt und zum Major befördert.
Brauchitsch wird in die Reichswehr übernommen und ist zunächst als Generalstabsoffizier im Wehrkreis II eingesetzt, anschließend in der Heeresausbildungsabteilung. Später wird er Kommandeur einer Abteilung des Artillerie-Regiments Nr. 6. Am 1. April 1925 wird Brauchitsch zum Oberstleutnant befördert.
Mit dem 1. November 1927 erfolgt seine Ernennung zum Chef des Stabes im Wehrkreis VI in Münster, verbunden mit der Stellung als Chef des Stabes der 6. Infanterie-Division. Am 1. April 1928 wird Brauchitsch zum Oberst befördert. Im Jahr 1929 wird er Chef der Heeresausbildungsabteilung im Truppenamt des Reichswehrministeriums, und am 1. Oktober 1931 erfolgt die Ernennung zum Generalmajor. Ein halbes Jahr darauf, am 1. März 1932 wird Brauchitsch zum Inspekteur der Artillerie ernannt.
Einige Monate nach dem Regierungsantritt Hitlers im Jahr 1933 wird Brauchitsch Befehlshaber des Wehrkreises I und kommandierender General der 1. Infanterie-Division. Anfang 1934 erfolgt die Ernennung zum Generalleutnant und am 1. Oktober 1935 wird er kommandierender General des I Armeekorps. Am 20. April 1937 wird er zum General der Artillerie befördert und am 1. April 1937 wird Brauchitsch Oberbefehlshaber des neu gebildeten Gruppenkommandos 4 in Leipzig.
Im Zuge der Blomberg-Fritsch-Affäre wird Brauchitsch am 4. Februar 1938 Nachfolger des Generalobersten von Fritsch als Oberbefehlshaber des Heeres und gleichzeitig selbst zum Generaloberst ernannt.
Zu Beginn des 2. Weltkrieges leitet er die militärischen Operationen des Heeres in Polen und Frankreich. Nach dem Sieg über Frankreich wird Brauchitsch am 19. Juli 1940 zum Generalfeldmarschall ernannt.
Auch im Balkanfeldzug und beim Angriff auf die Sowjetunion steht Brauchitsch als Oberbefehlshaber an der Spitze des Heeres. Da er mit Hitlers strategischen und politischen Entscheidungen zunehmend häufiger nicht einverstanden ist, sich aber auch nicht dem Widerstand anschließen will, bittet er gegen Ende des Jahres 1941 mehrfach vergeblich um seinen Abschied. Nach weiteren schweren Auseinandersetzung mit Hitler über den weiteren Verlauf der Operationen in Russland wird Brauchitsch schließlich am 19. Dezember 1941 als Oberbefehlshaber des Heeres entlassen. Hitler macht sich anschließend selbst zum Oberbefehlshaber des Heeres.
Brauchitsch wird bis Kriegsende nicht wieder mit einem Kommando betraut.
Von Brauchitsch wird bei den Kriegsverbrecherprozessen in Nürnberg als Zeuge vernommen, und stirbt am 18. Oktober 1948 vor der Eröffnung eines Prozesses gegen ihn in Hamburg in britischer Militärhaft.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Brauchitsch, Walther von |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Oberbefehlshaber des Heeres im Dritten Reich |
| GEBURTSDATUM | 4. Oktober 1881 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 18. Oktober 1948 |
| STERBEORT | Hamburg |


