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Volksrepublik ist ein historisch nach der Oktoberrevolution aufgekommener, nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkt vertretener Begriff zur Bezeichnung von Staaten mit (nach dem Verständnis der entsprechenden Regierungen) sozialistischer oder kommunistischer Herrschaftsform.
In der Benennung muss man unterscheiden zwischen
Die ersten Volksrepubliken entstanden in den 20er Jahren, darunter die Mongolei und einige spätere Unionsstaaten der Sowjetunion. Die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen osteuropäischen Volksdemokratien haben im Verlauf der 1990er Jahre sowohl ihren Namen als auch ihre Herrschaftsform reformiert. Gegenwärtig tragen nur noch China, Nordkorea, Algerien, Bangladesch und Laos die amtliche Bezeichnung Volksrepublik (gemäß 1.).
Kritiker bezeichnen den Begriff häufig lediglich als einen Euphemismus für die Diktatur des Proletariats oder andere unter dem Etikett des Sozialismus oder Kommunismus diktatorisch geführte Staaten. Dem ist aber entgegenzusetzen, dass die Diktatur des Proletariats im Sozialismus oder Kommunismus nicht negativ besetzt ist, und daher auch keinen Euphemismus benötigt. Die Bezeichnung wird von den entsprechenden Regierungen als sachlich richtig empfunden.
Viele Kritiker der entsprechenden Staaten weisen auch häufig darauf hin, dass es sich bei den genannten Staaten nicht um wirklich sozialistische oder kommunistische Staaten handle.
Sprachhistorisch ist das Wort "Volksrepublik" eine Tautologie, da das lateinische Adjektiv public-us (-a, -um) in res publica etymologisch auf das Wort populus ("Volk") zurückgeht. Vom politischen Sinn her ist "Sache des Volkes" bzw. "Volkssache" eine passendere Erklärung für Republik als etwa "öffentliche Sache"; rein sprachlich gesehen wäre eine "Volksrepublik" somit eine "Volks-Volkssache".
Siehe auch: Kommunistische Partei, Volkspartei


