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VERVerden ist eine alte ehemalige bischöfliche Residenzstadt (bis zur Reformation) und geografischer Mittelpunkt (und auch eine der landestypischsten Städte) Niedersachsens. In der Region spricht man bis heute häufig Plattdeutsch. Heute ist Verden (Aller) die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises innerhalb
des Regierungsbezirks Lüneburg und Mittelzentrum.
Bekannt als Reiterstadt verbunden mit der großen Welt der berühmten Hannoveraner Pferde.
Ausgesprochen wird der Stadtname wie "Ferden" (nicht wie oft fälschlicherweise zu hören wie "Werden").
Das Wappen der Stadt zeigt ein schwarzes Nagelkreuz auf silbernem Grund.
Bis in die frühe Eisenzeit lassen sich im Weichbild der Stadt Spuren menschlicher Siedlung nachweisen. Ferdi in Saxonia, unter dieser Bezeichnung wird Verden in einer Urkunde Karls des Großen zum erstenmal in etwa heutiger Namensform erwähnt. Der Name weist auf Furt oder Fähre hin.
Im Jahre 782 findet im Raume Verden die Unterwerfung der (Nieder-)Sachsen durch Karl den Großen einen grausamen Höhepunkt: Angeblich 4500 Bewohner der damals dünnbesiedelten Region werden hingerichtet ("Verdener Blutgericht"), nachdem sie sich geweigert hatten, sich Kaiser Karl zu unterwerfen und den christlichen Glauben anzunehmen.
In den folgenden Jahrhunderten wächst die Stadt aus zwei Siedlungskernen zusammen: der Norderstadt mit Rathaus und Johanniskirche und der Süderstadt mit dem geistigen Zentrum um den Dom, dem die Fischersiedling an der Aller angegliedert ist. Vom Anfang des 9. Jahrhunderts bis 1643 residieren im Bistum Verden 50 Bischöfe. 1568 wird die Reformation im "Stifte Verden" durch den Landesherrn und evangelischen Bischof Eberhard von Holle eingeführt.
Im 15. Jahrhundert wird Verden freie Reichsstadt bis zum Ende des 30jährigen Krieges. Durch den Westfälischen Frieden fällt das Bistum Verden als Reichslehen an die schwedische Krone. Durch Kauf kommt das Herzogtum Verden dann 1719 zum Land Hannover, durch Annektion 1866 an Preußen.
Bis zum 2. Weltkrieg bestimmen Handel und Handwerk sowie zahlreiche örtliche und überörtliche Behörden und Dienststellen und die Garnison (berittene Artillerie) die Entwicklung Verdens. Von Kampfhandlungen 1945 bleibt die Stadt weitgehend verschont.
Borstel, Dauelsen, Döhlbergen-Hutbergen, Eitze, Hönisch, Scharnhorst, Walle
Hauptamtlicher Bürgermeister seit dem 1. April 2004: Lutz Brockmann (SPD)
Stadtrat 2001 - 2006: SPD 16 Sitze, CDU 15 Sitze, FDP 4 Sitze, Grüne 2 Sitze
Ratsvorsitzende: Annelie Meyer-Coordes (CDU), stellvertretende Bürgermeister: Jens Richter (CDU), Henning Wittboldt-Müller
(FDP)
Saumur/Frankreich (1967), Havelberg/Deutschland (1990), Warwick/Großbritannien (1990), Grünberg/Polen (1993), Bagrationwsk/Russische Föderation (1996), Landsberg/Polen 1996
Verden liegt an der Aller kurz vor ihrer Mündung in die Weser, etwa 40 km von Bremen und 70 km von Hannover entfernt.
Sehenswert in Verden ist vor allem der gotische Dom und die direkt am Fluss Aller gelegene Altstadt mit Johanniskirche [1] und altem Rathaus. Vom unbebauten gegenüberliegenden Allerufer aus bietet sich ein schöner Panoramablick auf die Altstadt. Außergewöhnlich ist der Sachsenhain, der sich am Rande der Stadt befindet. Zu beiden Seiten des Weges, der von großen Eichen gesäumt ist, stehen 4.500 Findlinge.
Größter Industriebetrieb in Verden ist die Masterfoods GmbH [2] (Heimtierbedarf, Lebensmittel, Süßwaren). Herausragend sind weiterhin die Lebensmittelindustrie ( Verdener Keks- und Waffelfabrik Hans Freitag, Badenhop Fleischwerke), der Maschinenbau (Focke&Co. Verpackungsmaschinen,Vemag Anlagenbau), Elektroindustrie (Block Transformatoren), Baugewerbe (Matthäi Straßenbau, Holzkamm Hochbau) sowie die Tierzucht (Nordrind GmbH, Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung). Im Umland gibt es Pferdezucht und Milchwirtschaft.
Verden liegt an der Bundesautobahn 27 und an der Bundesstraße 215.
Verden liegt an der Eisenbahnstrecke Bremen–Hannover sowie an der "Weser-Aller-Bahn" von Rotenburg (Wümme) nach Minden, die beide zum Netz der Deutschen Bahn zählen.
Verden ist ferner Stammsitz der Verden-Walsroder Eisenbahn GmbH (VWE), die eine 12,5 km lange Bahnstrecke von Verden nach Stemmen betreibt. Auf der VWE-Strecke findet seit Jahrzehnten nur Güterverkehr statt. Unter anderem wird über die VWE das Masterfoods-Werk an das Schienennetz angebunden.
Darüber hinaus verfügt die Stadt über einige lokale und regionale Buslinien. Verden gehört dem Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen an.
Die Kernstadt liegt unmittelbar an der Aller, die im Norden des Stadtgebietes in die Weser mündet.
In Verden-Scharnhorst befindet sich ein Verkehrslandeplatz für Maschinen bis 2000 kg.
In Verden gibt es zahlreiche Bildungseinrichtungen. Neben fünf Grundschulen besitzt die Stadt eine Hauptschule, die Klaus-Störtebeker-Schule, die Andreasschule (Sonderschule), eine Realschule und zwei Gymnasien, das Gymnasium am Wallund das vor 1002 gegründete Domgymnasium Verden. Daneben existieren noch eine Berufsbildende Schule und eine Kreisvolkshochschule.
Historische Altstadt mit netter Einkaufszone, Kneipengegend am Lugenstein, Stadthalle, Kino Cine City, Deutsches Pferdemuseum, Domherrenhaus, Erlebnisbad "Verwell",Museumseisenbahn, Fahrgastschiff auf der Aller, Sportangebot: über 40 Sportvereine, zahlreiche Sportplätze und -hallen, Stadion, Wassersport, Segel- und Motorflug und die Golfanlage in Verden-Walle runden das Sportangebot ab. DSL im gesamten Stadtgebiet.
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