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Der Panslawismus (Allslawische Bewegung) entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts als eine Spielart des romantischen Nationalismus. Die politische Legitimität des Staates sah man - im Geist der Romantik und im Gegensatz zu Aufklärung und Rationalismus - als eine natürliche ("organische") Konsequenz der slawischen "Rasse". Ziel war eine Föderation, oder zumindest ein kulturell-politisches Zusammengehen aller slawischen Völker.
Die eigentliche politische Bewegung entstand in habsburgischen Vielvölkerstaat Österreich (ab 1867 offiziell Österreich-Ungarn) und im Osmanischen Reich. Einen wesentlichen Anteil an der Gründung der Bewegung hatte der slowakische Dichter Jan Kollar.
1848 wurde der erste panslawistische Kongress in Prag abgehalten, in dessen Folge es im Rahmen der Märzrevolution zum so genannten Prager Pfingstaufstand gegen die österreichische Vorherrschaft in Böhmen kam. Dieser Aufstand wurde jedoch schon sehr bald von kaiserlichen österreichischen Truppen niedergeworfen.
Russland nutzte den Panslawismus, um seinen Einfluss bei den slawischen Völkern auf dem Balkan (Serben) und in Mitteleuropa (Tschechen) auszubauen.
Wie in anderen romantischen nationalistischen Bewegungen auch trugen Gelehrte durch die Entwicklung von Geschichte, Philologie und Folklore zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühles bei.

