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Der Nordpol ist im allgemeinen Sprachgebrauch der nördlichste Punkt der Erde, dies wird auch als geographischer Nordpol bezeichnet. Darüber hinaus gibt es weitere Definitionen des magnetischen und geomagnetischen Nordpols sowie des Nordpols der Unzugänglichkeit. Derzeit liegt der Nordpol bei jeder Definition im Nordpolarmeer. Mit Verschiebung des Erdmagnetfeldes kann sich dies für den magnetischen und geomagnetischen Nordpol aber ändern.
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Der geographische Nordpol ist der nördlichste Punkt der Erde und wird als Pol durch die Planetenrotation festgelegt. Er liegt auf der Erdachse und hat eine feste Position bei einer geografischen Breite von 90° Nord. An dieser Stelle der Erde befindet sich kein Festland, sondern nur Eis oder Wasser.
Der nördliche magnetische Pol ist der Punkt, an dem die magnetischen Feldlinien vertikal zur Erdoberfläche stehen und zu dem der Kompass weist. Da er den Nordpol der Kompassnadel anzieht, handelt es sich aus physikalischer Sicht um einen Südpol. Er liegt zur Zeit (2003) bei 78°18' Nord, 104° West, nahe der Insel Ellef Ringness, eine von den Queen Elizabeth Inseln, auf Kanada.
Der geomagnetische Pol auf der nördlichen Halbkugel ist ein berechneter Pol des unregelmässigen Erdmagnetfeldes unter Annahme, dass sich im Erdmittelpunkt ein Stabmagnet befindet. Er liegt zur Zeit bei 78°30' Nord, 69° West, nahe Thule auf Grönland.
Der Nordpol der Unzugänglichkeit (Northern Pole of Inaccessibility) ist per Definition der Punkt der Arktis, der am weitesten von allen Küstenlinien entfernt liegt. Er befindet sich bei 84°03' Nord, 174°51' West. Er wurde das erste Mal 1927 erreicht. Für den Südpol in der Antarktis ist dies entsprechend der Punkt, der auf dem arktischen Festland am weitesten von allen Küstenlinien entfernt liegt.
Bezüglich der Uhrzeit gelten in der Arktis, im Gegensatz zur Antarktis, keine speziellen Regelungen. Es ist deshalb möglich am geographischen Nordpol bei dessen Umkreisung alle Zeitzonen in kürzester Zeit zu durchschreiten.
Die Nadel eines Kompasses ist ein Magnet, der in zwei Teile, die Nord- und Südhälfte, aufgeteilt ist. Die nach Norden weisende Hälfte wird immer als Nordpol bezeichnet. Sie wird vom magnetischen Pol im Norden angezogen.
Physikalisch gesehen ziehen sich nur ungleichnamige Pole an, ein Nord- wird also von einem Südpol angezogen und umgekehrt. Gleichnamige Pole stoßen sich ab. Der nördliche Pol muss daher im physikalischen Sinn ein Südpol sein. Der Magnet im Erdinnern, der das Magnetfeld der Erde erzeugt, weist mit seinem Südpol nach Norden, mit seinem Nordpol aber nach Süden.
Der geographische Nordpol wurde am 6. April 1909 vom amerikanischen Forscher Robert Edwin Peary erreicht.
Siehe auch: Pol, Südpol, Arctic Council


