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| Landeswappen | |
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| Landesflagge | |
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| Basisdaten | |
| Hauptstadt: | Hannover |
| Fläche: | 47.618,24 km² |
| Einwohner: | 8.001.671 (30.06.2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 168,04 Einwohner/km² |
| Staatsform: | freiheitlicher, republikanischer, demokratischer, sozialer und dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verpflichteter Rechtsstaat |
| Schulden: | 6.018 € pro Einwohner (2002) |
| Schulden gesamt: | 48 Mrd. € (2002) |
| ISO 3166-2: | DE-NI |
| Offizielle Website: | www.niedersachsen.de |
| Politik | |
| Ministerpräsident: | Christian Wulff (CDU) |
| Regierende Parteien: | CDU-FDP-Koalition |
| Sitzverteilung im Landtag (183 Sitze): |
CDU 91 SPD 63 FDP 15 B90/Grüne 14 |
| letzte Wahl: | 2. Februar 2003 |
| nächste Wahl: | 2008 |
| Parlamentarische Vertretung | |
| Stimmen im Bundesrat: | 6 |
| Karte | |
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Niedersachen ist ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeshauptstadt ist Hannover. Angrenzende Bundesländer sind Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bremen. Mehr Nachbarbundesländer hat kein anderes deutsches Bundesland. Weiterhin besitzt Niedersachsen eine Außengrenze zu den Niederlande und hat Anteil an der deutschen Nordseeküste.
| Inhaltsverzeichnis |
Niedersachsen ist nach dem Zweiten Weltkrieg als Land neu
gegründet worden, nachdem es ein Teil der britischen Besatzungszone
war. Es entstand aus den ehemaligen Territorien des Königreichs Hannover (seit 1866 preußische Provinz Hannover), des
Großherzogtums Oldenburg, des Herzogtums Braunschweig und des Fürstentums Schaumburg-Lippe. Der Name "Niedersachsen" als Regionsbezeichnung ist
jedoch schon sehr viel älter.
Nach Bürgerentscheid 1993
wurde das ehemals hannoversche Amt Neuhaus mit den Gemeinden Dellien, Haar,
Kaarßen, Neuhaus (Elbe), Stapel, Sückau, Sumte und Tripkau sowie die Ortsteile Neu Bleckede, Neu Wendischthun und Stiepelse der
Gemeinde Teldau und das historisch-hannoversche Gebiet im Forstrevier Bohldamm in der Gemeinde Garlitz vom Land Mecklenburg-Vorpommern zum Land Niedersachsen
ausgegliedert.
Name und Wappen des neuen Bundeslandes greifen auf den Volksstamm der Sachsen zurück, dessen Siedlungsraum etwa dem heutigen Niedersachsen und einigen angrenzenden Gebieten
entsprach. Der Zusatz "Nieder-" stammt bereits aus dem Mittelalter (Niedersächsischer Reichskreis) und unterschied das alte Sachsenland von den später aus dynastischen Gründen "(Ober-)Sachsen"
genannten mitteldeutschen Fürstentümern (s. Sachsen
(Bundesland)).
Geschichtlich besteht eine enge, durch die Personalunion des 18. Jahrhunderts begründete Bindung insbesondere Hannovers an England. Das "Lied der Niedersachsen" (Niedersachsenlied) wird von einem Teil der Bevölkerung als Landeshymne angesehen.
Niedersachsen ist von der Fläche her nach Bayern das zweitgrößte Bundesland Deutschlands. Die Nordsee und der Unterlauf der Elbe bilden die natürliche nördliche Begrenzung des Landes; im Südosten wird es durch den Harz, einem deutschen Mittelgebirge, begrenzt. Ein Großteil des Landes gehört zur norddeutschen Tiefebene. Im Nordosten Niedersachsens erstreckt sich die Lüneburger Heide. Während dort ärmere Sandböden dominieren, finden sich im Osten und Südosten in der Hildesheimer Börde mithin die besten Böden Deutschlands. Unter diesen Voraussetzungen (lehm- und sandhaltigen Böden) ist das Land landwirtschaftlich gut erschlossen. Neben Getreide werden Raps, Zuckerrüben, Salat (speziell Eisbergsalat), Kohl, Möhren (Mohrrüben, Karotten) und dank dem sandhaltigen Boden Spargel in Teilen des Landes angebaut. Bekannt ist auch die niedersächsische Grünkohlkultur (in südöstlichen Regionen auch als Braunkohl bekannt). Neben dem Gemüseanbau und der Viehzucht ist der Obstanbau (speziell im Norden) ein wichtiger Wirtschaftszweig.
Die Flüsse Aller, Weser, Ems und Elbe prägen Niedersachsen.
Der höchste Berg ist der Wurmberg (971 m ü. NN), nördlich von Braunlage gelegen.
Bei den Landtagswahlen am 2. Februar 2003 erlitt die SPD eine schwere Niederlage und verlor ihre Regierungsmehrheit. Wahlsieger war die CDU, die mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Wulff den Ministerpräsidenten in einer Koalition mit der FDP stellte.
Im Bundesrat hat Niedersachsen die höchste mögliche Stimmenzahl, nämlich 6, ebenso wie Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.
Die Ministerpräsidenten von Niedersachsen seit 1946:
Wahlergebnisse und
Landesregierungen seit 1947.
Das industrielle Zentrum Niedersachsens befindet sich im Raum Hannover-Braunschweig mit mehreren Automobilwerken, darunter dem Hauptwerk von VW in Wolfsburg, und der in Peine und Salzgitter ansässigen Stahlindustrie. Braunschweig ist außerdem ein bedeutender Wissenschaftsstandort.
Das Emsland, die Lüneburger Heide und Teile der Küstenregion gehören dagegen seit Langem zu den strukturschwachen Räumen. Es gibt inzwischen eine Anzahl von Projekten, um die wirtschaftliche Lage in diesen Gebieten zu verbessern. Dazu gehören:
Die Landwirtschaft findet in Niedersachsen sehr unterschiedliche Bedingungen vor. Die Böden in der Hildesheimer Börde und zwischen Harz und Mittellandkanal zeichnen sich durch sehr hohe Bodenzahlen aus und eignen sich besonders für den Anbau von Zuckerrüben und Getreide. In der Lüneburger Heide ist der Boden karg, Hauptprodukte sind Kartoffeln und als Spezialität Spargel. In den Marschgebieten an der Küste dominiert hingegen die Viehzucht.
An der Küste spielt die Hafenwirtschaft eine bedeutende Rolle, während die Bedeutung des Schiffbaus abgenommen hat.
In vielen Teilen Niedersachsens gibt es Tourismus, vor allem in den alten Feriengebieten des Harzes, der Lüneburger Hiede und der Küstenregion mit ihren Inseln und Seebädern.
Die Bundeswehr wird auch künftig ein wichtiger Arbeitgeber in Niedersachsen sein. Mit über 55.000 Soldaten und zivilen Beschäftigten wird Niedersachsen nach der geplanten Bundeswehrreduzierung das Bundesland mit der größten Zahl von Bundeswehrbediensteten sein.
Bedeutende wissenschaftliche Standorte sind
Kleinere wissenschaftliche Einrichtungen sind die Universität Osnabrück, die Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg, die Technische Universität Clausthal und die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel.
Die Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven ist die größte Fachhochschule des Landes.
In Niedersachsen werden Hochdeutsch, Friesisch (Saterfriesisch) und verschiedene Formen des Plattdeutschen gesprochen. Diese niederdeutschen Sprachformen werden heutzutage im Oldenburger Land, in Ostfriesland, im Emsland, in der Wümmeniederung, der Lüneburger Heide und an der Waterkant verwendet. Die Mundart Hannovers gilt allgemein der Schriftsprache am nächsten. Jedoch besitzt die Sprache auch dort eine ortseigene Färbung. Amtssprachen sind Hochdeutsch und seit der Unterzeichnung der europäischen Sprachencharta auch Plattdeutsch und Saterfriesisch.
Besonders lebendig ist das Plattdeutsche noch in Ostfriesland. Plattdeutsch hat sich hier unabhängig von anderen niederdeutschen (genauer: niedersächsischen) Dialekten entwickelt und zeigt große Verbindung mit dem Niederländischen und dem Friesischen, das in Ostfriesland aber seit dem 18. Jahrhundert durch das Niederdeutsche verdrängt wurde. Die Anzahl der Sprecher des Niederdeutschen ist in Ostfriesland mit mehr als der Hälfte der Bevölkerung besonders hoch.
Siehe auch Sprachen und Dialekte in Niedersachsen
Siehe unter Niedersächsische Küche
Baugeschichtlich bedeutsam in Niedersachsen war die Epoche der Renaissance, die sich in vielen Bauten im Stil der Weserrenaissance widerspiegelt. Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Gärten in Herrenhausen (Hannover) - die einzig erhaltenen und nie veränderten Barockgärten der Welt.
Anziehungspunkte für den Fremdenverkehr sind vor allem die Stadt Wolfsburg mit der Autostadt, der Erlebnis Welt und anderen Sehenswürdigkeiten und der Harz, das Eichsfeld, das Weserbergland und das Leinebergland, die Nordseeküste Ostfrieslands, die Lüneburger Heide, die Wümmeniederung, das Steinhuder Meer, der Dümmer, das Alte Land, das Elbetal und die Flüsse Aller, Leine, Hunte, Wümme und Weser. Das Brauchtum umfasst unter anderem das Grünkohlessen und Schützenfeste.
Niedersachsen liegt seit Wegfall des eisernen Vorhangs zwischen Ost und West nicht mehr am Rand, sondern im Herzen Europas. 1991 wurde von den Regierungschefs der deutschen Länder Niedersachsen und Bremen sowie der niederländischen Provinzen Drenthe, Friesland, Groningen und Overijssel die Neue Hanse Interregio (NHI) gegründet. Seitdem arbeitet Niedersachsen eng mit den unmittelbar angrenzenden Nachbarn zusammen. Durch diese positiven Erfahrungen ist Niedersachsen 1998 eine engere Kooperation mit zahlreichen anderen Nordseeanrainern in der North Sea Commission (NSC) eingegangen. Mit der Region Haute Normandie in Frankreich hat Niedersachsen eine gemeinsame Erklärung für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit abgeschlossen, um auch diese bilaterale Beziehung weiter auszubauen.
Auch mit den Staaten in Mittel- und Osteuropa arbeitet Niedersachsen zusammen. Zu Beginn der 90er Jahre wurden Kontakte vermittelt und Partnerschaften geschlossen. Mit den polnischen Wojewodschaften Großpolen und Niederschlesien blickt Niedersachsen auf eine inzwischen zehnjährige erfolgreiche und stetig ausgebaute Zusammenarbeit zurück.
Internationale Partnerschaften unterhält Niedersachsen mit der Provinz Anhui in China, mit Perm und Tjumen in Russland sowie mit Südafrika. In der Provinz Ostkap in Südafrika trägt Niedersachsen seit dem Ende der Apartheid zum Aufbau der Provinzverwaltung bei und fördert den partnerschaftlichen Austausch vor allem im Bildungsbereich. Dazu kommen Projekte zur Linderung existenzieller Notlagen von Menschen auch in anderen Ländern und Krisenregionen.
Niedersachsen profitiert bereits heute von der geplanten Erweiterung der Europäischen Union im Jahr 2004. Die Exporte in die mittel- und osteuropäischen Länder haben sich von (umgerechnet) zwei Milliarden Euro im Jahr 1996 auf fast 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2000 gesteigert. Im gleichen Maß erhöhten sich auch die Importe aus diesen Staaten, wobei der wichtigste Handelspartner Polen ist. Durch seine verkehrsgünstige Lage wird Niedersachsen auch künftig stärker von der Erweiterung profitieren als andere Bundesländer. Als erstes Bundesland hat Niedersachsen bereits im November 2001 gemeinsam mit der EU die breit angelegte Informationskampagne Europa wird bunter - Die EU-Erweiterung zu diesem Thema gestartet.
Mit Unterstützung der Europäischen Kommission hat die Landesregierung im Mai 2001 in Hannover das Europäische Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen eröffnet. Das EIZ ist Anlaufstelle für Europa-Themen aller Art. Ziel dieser Einrichtung ist es, den Bürgerinnen und Bürgern in Niedersachsen Europa und die Europäische Union näher zu bringen. Zu diesem Zweck organisiert das EIZ Informationskampagnen zu aktuellen Europa-Themen (zum Beispiel zur EU-Erweiterung), Aktionstage zu aktuellen Themen, Ausstellungen mit Europabezug und sonstige Veranstaltungen aller Art.
Im Rahmen seiner Europa-Öffentlichkeitsarbeit hat das EIZ 2004 mit Unterstützung talentierter Schülerinnen und Schüler für das Land Niedersachsen eine eigene Europa-Sympathiefigur geschaffen - das "Europa-Pferd". Niedersachsen ist das bislang einzige Bundesland mit einem eigenen Europa-Symbol. Mit dem sympathischen Europa-Pferd des Landes soll insbesondere bei Kindern und Jugendlichen für Niedersachsen als europäische Region und für die Europäische Union geworben werden.
Externer Link zu weiteren Informationen: Niedersachsen und Europa
Niedersachsen besteht aus folgenden Landkreisen (in Klammern die Autokennzeichen):
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Siehe auch: Niedersächsische Verfassung, Liste der Orte in Niedersachsen

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