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| (Details) | (Details) |
| Amtssprache | Arabisch |
| Hauptstadt | Rabat |
| Staatsform | Konstitutionelle Monarchie |
| König | Muhammad VI. |
| Premierminister | Driss Jettou |
| Fläche | [[Größenordnung (Fläche)|458.730 km²]] |
| Einwohnerzahl | etwa 32 Millionen (Stand 2003) |
| Bevölkerungsdichte | 70 Einwohner pro km² |
| Unabhängigkeit | von Frankreich und Spanien am 2. März 1956 |
| Währung | Dirham |
| Zeitzone | UTC |
| Nationalhymne | Hymne Chérifien |
| Kfz-Kennzeichen | MA |
| Internet-TLD | .ma |
| Vorwahl | +212 |
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Das Königreich Marokko (المملكة المغربية ) ist ein Staat in Nordwest-Afrika.
Es grenzt an Algerien, die (von Marokko nicht anerkannte und seit 1979 annektierte) Republik Westsahara, die beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla, den Atlantik und das Mittelmeer.
Neben der arabischen Amtssprache sind zahlreiche Berbersprachen (Tachelhit, Tamazight, Ghomara, Tarifit, Senhaja de Srair, und ehemals auch Judeo-Berberisch), Französisch (als Geschäfts- und Bildungssprache) und Spanisch in Gebrauch.
Nationalfeiertag ist der 30. Juli (Thronbesteigung des Königs).
| Inhaltsverzeichnis |
Marokko ist reich an Phosphat, weshalb ca. 75 % des weltweit geförderten Phosphats aus Marokko stammt. Daneben gibt es Rohstoffvorkommen von Phosphor, Erdöl, Erdgas, Kohle, Salz, Eisenerz, Blei, Kupfer, Zink, Silber, Gold, Mangan, Nickel, Kobalt. Seinen Bedarf an Energie kann Marokko nur zu rund 13% aus eigenen Mitteln decken.
Die Landwirtschaft Marokkos macht 16 % am BIP aus (Stand: 2003), kann jedoch als wichtigster Wirtschaftssektor betrachtet werden da hier ca. 43 % der erwerbstätigen Bevölkerung beschäftigt sind. Angebaut werden Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Oliven, Zitrusfrüchte, Baumwolle, Wein, Mandeln, Datteln und Tabak. Die Viehzucht in den Steppen der Meseta, im Osten des Landes und in den Gebirgen wird teilweise nomadisch betrieben (Schafe, Ziegen, Rinder, Esel, Kamele, Pferde). Rund 10% des Waldbestandes sind Korkeichen (Marokko ist der drittgrößte Korkproduzent der Erde). Küsten- und Hochseefischerei an der Atlantikküste sind bedeutend für den Export.
Im Industriesektor, dem Bergbau und der Bauwirtschaft werden insgesamt 33% des Bruttoinlandproduktes erwirtschaftet (Stand: 2003). Die Industrie verarbeitet vor allem die Agrar- und Fischfangerträge. Wichtig ist auch die Textilindustrie, wobei aber auch die traditionelle Verarbeitung von Leder, Textilien und Metall nach wie vor eine Rolle spielt. Des Weiteren sind die Produktion von elektrotechnischen Gütern, die Metallverarbeitung, die Produktion von Autoteilen und die chemische Industrie maßgebend für den marokkanischen Industriesektor.
Im Dienstleistungsbereich werden 53% (Stand: 2003) des BIP Marokkos erwirtschaftet, wobei es sich hierbei hauptsächlich um Dienstleistungen den Tourismus betreffend handelt. Etwa 80% der Touristen die Marokko besuchen sind Europäer.
Außenwirtschaft: Exportiert werden jährlich Güter in einem Gesamtwert von ca. 8,5 Mrd. US-Dollar (Stand: 2003). Hauptexportgüter des Königreiches sind Nahrungsmittel und Tabak, welche ca. 33,6 % des Exportvolumens ausmachen, Konsumgüter (22,1 %), Phosphate bzw. Düngemittel (21,7 %) sowie Fisch und Fischereiprodukte (14,5 %). Hauptabnehmer marokkanischer Güter sind Frankreich (27 %), Spanien (13 %), Großbritannien (8%) sowie Deutschland und Italien (jeweils 6 %). Importiert werden nach Marokko jährlich Güter im Gesamtwert von ca. 11,6 Mrd. US-Dollar. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um industrielle Vorprodukte und Halbfertigwaren (23,8 %), Maschinen u. Transportmittel (20,2 %) sowie Nahrungsmittel (13,5 %). Hauptlieferanten dieser Importgüter sind Frankreich (24,3 %), Spanien (9,8 %) und Großbritannien (6,0 %).
Eine der weitaus wichtigsten Einnahmequellen Marokkos sind jedoch vor allem die Geldüberweisungen der im Ausland lebenden und arbeitenden Marokkaner. Allein in Europa leben ca. 1 Million marokkanische Arbeitsemigranten die durch ihre Überweisungen für eine Devisenzufuhr von etwa 2,2 Milliarden Euro sorgen, eine Summe welche die Einnahmen aus dem Tourismus oder dem Export von Phosphaten übersteigt und somit unerlässlich für Marokko ist.
Marokko verfügt über eine marktwirtschaftlich orientierte Wirtschaftsordnung, welche den Schutz des Eigentums, Gewerbe- und Niederlassungsfreiheit und Wettbewerb vorsieht. Seit der Unterzeichnung eines Assoziationsabkommens mit der EU im Jahr 1996 (in Kraft getreten im Jahr 2000), gilt die marokkanische Wirtschaft als liberalste und offenste Volkswirtschaft des Maghreb. Seit den späten achtziger Jahren bemüht sich das Königreich seine zahlreichen Staatsbetriebe zu privatisieren, wobei bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt weniger als ein Viertel dieser staatlichen Unternehmen diesen Prozess durchlaufen haben. Erst vor Kurzem erlaubte Marokko ausländischen Kreditinstituten den Erwerb von Minderheitenbeteiligungen an marokkanischen Banken. Eine weitere Öffnung des Marktes für ausländische Investoren wurde bereits angekündigt. Für das Jahr 2010 ist die Verwirklichung einer Freihandelszone mit der EU geplant.
Hauptartikel: Geschichte Marokkos
Marokko wurde seit Beginn der historischen Überlieferung von Berberstämmen bewohnt die im 3. Jhdt.v.Chr. das Königreich Mauretanien bildeten. Nach der römischen Herrschaft mussten sich die Berber am Ende des 7. Jahrhunderts den Muslimen unterwerfen. Schnell wurde der Islam von den Berbern übernommen, doch kam es wegen Diskriminierungen durch die arabischen Muslime bald zu Aufständen. Diese führten schon im 8. Jahrhundert zur Bildung eigenständiger Reiche. Die bedeutendsten Dynastien im Mittelalter waren die Almoraviden, die Almohaden und Meriniden. Den Almohaden gelang im 12. Jahrhundert sogar die erstmalige Vereinigung des Maghreb unter dem Einschluss von Andalusien. Die folgenden Dynastien blieben in ihrer Herrschaft weitgehend auf Marokko beschränkt. Seit dem 15. Jahrhundert war die Berberbevölkerung auch weitgehend arabisiert. Mit den Alawiden kam im 17. Jahrhundert, die bis heute in Marokko regierende Dynastie an die Macht. Sie konnte die Unabhängigkeit des Landes gegenüber den europäischen Kolonialmächten lange behaupten und musste erst 1912 das französische Protektorat anerkennen. Doch schon bald nach dem 2. Weltkrieg war Frankreich gezwungen Marokko in die Unabhängigkeit zu entlassen (1956). Seitdem schlug Marokko unter den fast absolut regierenden Königen einen prowestlichen Kurs ein.
1975 annektierte Marokko die benachbarte Westsahara, die bisher als Kollonie von Spanien verwaltet wurde. Marokko vertrieb die nomadische Bevölkerung ins benachbarte Algerien, bombardiere die sahrauischen Flüchtlingslager mit Napalm-, Phosphor- und Splitterbomben, vergiftete die Brunnen und vernichteten die Kamelherden um den letzten Nomaden die Lebensgrundlage in der Westsahara zu entziehen. Der damalige König Marokkos, Hassan II bat den internationalen Gerichtshof in Den Haag um ein Urteil, das die historische Zugehörigkeit der Westsahara zu Marokko belegen sollte. Der internationale Gerichtshof in Den Haag sprach Marokko jedoch sämtliche Besitzansprüche auf die besetzten Gebiete ab, worauf Hassan II das Urteil schlicht ignorierte. Die UNO forderte Marokko auf, in einer Volksabstimmung die verbliebene und die vertriebene Bevölkerung der Westsahara über Freiheit oder Zugehörigkeit zu Marokko entscheiden zu lassen. Hassan II stimmte diesem Vorgehen zu, die Abstimmung hat jedoch bis heute nicht stattgefunden. Indes betreibt Marokko eine umfassende Siedelungspolitik in den besetzten Gebieten, wohl um den marrokanischen Bevölkerungsanteil bis zur Abstimmung genug gross werden zu lassen. Der Grossteil der sahrauischen Bevölkerung lebt immer noch in Flüchtlingslagern in der algerischen Sahara.
Siehe auch: Liste der Könige Marokkos
Marokko ist eine konstitutionelle Monarchie, deren derzeitiges Staatsoberhaupt, seit dem 23. Juli 1999, König Muhammad VI. ist. König Muhammad VI. gehört der Dynastie der Alawiden an, die seit über drei Jahrhunderten über Marokko herrscht. Er ist nicht nur weltliches, sondern als Führer der Gläubigen auch geistiges Oberhaupt der marokkanischen Bevölkerung. Der König ernennt nicht nur den Premierminister, sondern auch das gesamte Kabinett und verfügt daneben über zahlreiche Befugnisse, die seine Position als mächtigste Instanz des Staates untermauern. Mit den Monarchen westlicher Demokratien ist er in dieser Hinsicht deshalb nicht zu vergleichen. Derzeitiger Premierminister ist seit dem 7. November 2002 der parteilose Driss Jettou. Marokko verfügt seit einer konstitutionellen Reform von 1996 über ein parlamentarisches Zweikammernsystem aus Nationalversammlung und Senat. Darüber hinaus gewährt die Verfassung des Landes eine unabhängige Judikative, allerdings werden die Richter des Obersten Gerichtshofes vom König ernannt.
Obwohl das Königreich Marokko laut Verfassung eine konstitutionelle, demokratische und soziale Monarchie ist, entsprechen die tatsächlichen politischen Gegebenheiten des Landes kaum dem, was man in westlichen Republiken oder Monarchien unter demokratischer Kultur oder Sozialstaat versteht.
Siehe auch: Politisches System Marokkos
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Rund 54% (1998) der Bevölkerung lebt in Städten.
Die wichtigsten Städte sind (Stand 1. Januar 2004):

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Einordnung: Staat | Maghreb | Marokko


