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Die Jugoslawischen Partisanen, offiziell Jugoslawische Volksbefreiungsarme (Narodnooslobodilačka Armija) waren als Partisanen Kriegsteilnehmer des Zweiten Weltkrieges und kämpften gegen die faschistischen Besatzungsmächte (Deutschland und Italien) die Marionettenregierungen in Kroatien (Ustascha-Regime), Serbien und Montenegro und die serbisch nationalistischen Tschetniks.
Die jugoslawischen Partisanen waren eine kommunistisch dominierte Volksbewegung, bestanden allerdings aus einem Bündnis verschiedener Gruppen und Parteien. Die kommunistische Partei Jugoslawiens KPJ übernahm von Anfang an eine organisatorische Führungsrolle, auch aufgrund langer Erfahrung im Untergrund.
Unter der Führung von Josip Broz, genannt Tito, erkämpften sich die Partisanen die Befreiung vom Faschismus und die Wiederherstellung Jugoslawiens in neuer Form als Bundesstaat. Sie kämpften von 1941-1945 gegen Deutsche und Italienische, Kroatische und Truppen der Regierungen von Adolf Hitler, Mussolini und Pavelić, später auch gegen die rivalisierenden, königstreuen und serbisch-nationalistischen Tschetniks unter General Draža Mihailović.
Während die Westalliierten erst noch die königstreuen Widerstandsgruppen und die Exilregierung in London als rechtmäßige Vertretung des besetzten Jugoslawien ansahen, unterstützte die Sowjetunion die Tito-Partisanen von Anfang an.
Im Laufe der Jahre 1942-1943 schwenkte auch Großbritannien schrittweise auf eine Unterstützung von Tito-Partisanen um, die es als die inzwischen stärkere Widerstandstruppe ansah.
Die Partisanen waren anfangs schlecht ausgerüstet, meistens mit Schrotflinten, später änderte sich dies durch Beutewaffen, Überläufer und die Unterstützung der Alliierten, die Ausrüstung und Waffen abwarfen. Während sie 1941 nur kleine Gebiete kontrollierten, hielten sie 1943 schon weite Gegenden befreit. Ihre Kampftaktik war der Zermürbungskrieg und die Sabotage beim Feind. Deutsche Truppen schlugen mit großer Brutalität zurück, konnten die Partisanen aber kaum fassen.
Schon während des Krieges kontrollierten die Partisanen große Teile des Landes. 1943 wurden auf der zweiten AVNOJ-Konferenz in Jajce, Bosnien-Herzegowina, die Grundlagen für den späteren föderalen Staat Jugoslawien beschlossen. AVNOJ steht für Antifašističko vijeće narodnog oslobođenja Jugoslavije - Antifaschistischer Volksbefreiungsrat Jugoslawiens. Die Partisanen befreiten Jugoslawien weitgehend ohne sowjetische Hilfe von der deutschen und italienischen Besatzern, allerdings unter großen Verlusten. Besonders durch deutsche Vergeltungsmaßnahmen an der Zivilbevölkerung starben in Jugoslawien im Krieg mindestens 1,5 Millionen Menschen.
Unter Vermittlung der Briten wurde im Jahre 1944 eine neue jugoslawische Regierung als Koalitionsregierung aus Vertertern der Partisanen und der Exilregierung gebildet. In dieser konnten die Kommunisten unter Führung Titos leicht die Vorherrschaft gewinnen, da sie die Schlüsselpositionen übernahmen und durch den Obebefehl über die Volksbefreiungsarmee die tatsächliche Macht ausübten.
Die Partisanen und ihre Rolle wurden im Nachkriegs-Jugoslawien mythologisiert und stellten einen wichtigen Teil des Nationalstolzes und des Selbstverständnisses des Staats dar. Von der Volksbefreiungsarmee nach Kriegsende begangene Verbrechen wie die Erschießung von Tausenden kroatischer Soldaten und die Vertreibung der Donauschwaben wurden dabei meist verschwiegen.
Das Bewusstsein, das Land selbst befreit zu haben, trug wohl auch zum Bruch zwischen Tito und Stalin 1948 bei.
Siehe auch: Geschichte Jugoslawiens, Portal Südosteuropa
Tito und seine Partisanen Zur führenden Widerstandsgruppe im Zweiten Weltkrieg wurden die Partisanen um Tito. Der "Volksbefreiungskampf", der nicht nur die Befreiung Jugoslawiens, sondern auch eine kommunistische Revolution zum Ziel hatte, begann in Serbien im Juli 1941 nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion, und weitete sich bald auf alle Landesteile aus. Die KPJ hatte sich schon vor dem Krieg, im Jahr 1934, für eine föderative Staatsordnung mit der Gleichberechtigung aller Völker eingesetzt. Von der Sowjetunion wurde Tito anfangs kaum unterstützt. Stalin nahm Rücksicht auf die mit ihm verbündeten Briten, die in den Tschetniks die führenden Widerstandskämpfer sahen. Die Tschetniks waren damals aus Resten der ehemaligen königlichen Armee versprengte serbische Banden, deren Ziel der Schaffung "Großserbiens" durchzusetzen sie versuchten. Erst als die militärischen Erfolge der Kommunisten und Kollaboration der Tschetniks mit den Italienern den Briten bekannt wurde, führte dies zur Anerkennung und Unterstützung der Partisanen durch die Alliierten. Die Italiener kooperierten mit den Tschetniks inoffiziell, den offiziell waren sie ja, als Mitglied der "Achse" mit den Kroaten verbündet. Im Oktober 1944 einigten sich Stalin und Churchill auf einen jeweils 50 prozentigen Einfluss in Jugoslawien. Tito aber hatte bereits einen Monat zuvor mit Stalin die Modalitäten eines Einmarsches der Roten Armee besprochen. Am 20. Oktober 1944 wurde Belgrad von der Roten Armee und Titos Truppen erobert. In Kroatien, sowie in Slowenien, wo sich eine antikommunistische Heimwehr gebildet hatte, dauerten die Kämpfe noch bis zum Frühling 1945 an. Das Ende für die slowenischen und die kroatischen Truppen und die mit ihnen ziehenden Zivilisten war schrecklich: Auf dem Rückzug in Bleiburg / Österreich gelangt, gerieten sie in britische Gefangenschaft und wurden an die Partisanen ausgeliefert, obwohl der britischen Armeeführung die barbarischen Partisanenpraktiken gegenüber Gefangenen bekannt sein mußten. 12.000 slowenische Heimwehrsoldaten und 18.000 kroatische Soldaten wurden auf der Stelle erschossen. Hunderttausende, von mit Ihnen geflohenen Zivilisten (vorwiegend Familienmitglieder, Antikommunisten Frauen und Kinder) die nicht sofort ermordet wurden, trieben sie auf einem Todesmarsch ins Landesinnere Zigtausende kamen nie an.


