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Gustav Bauer (* 6. Januar 1870 Darkehmen (Ostpreußen); † 16. September 1944 Berlin) war SPD-Politiker und vom 21. Juni 1919 bis zum 26. März 1920 Reichskanzler der Weimarer Republik (bis 14. August 1919 Ministerpräsident).
Gustav Adolf Bauer, Sohn eines Gerichtsvollziehers, gründete als Büroangestellter eines Anwalts in Königsberg 1895 den Verband der Büroangestellten, dem er bis 1908 vorstand. Von 1908 bis 1918 hatte Bauer das Amt des zweiten Vorsitzenden der Generalkommission der Gewerkschaften in Deutschland inne; 1912 zog er als sozialdemokratischer Abgeordneter in den Reichstag ein, dem er bis 1928 angehörte.
Reichskanzler Max von Baden berief ihn im Oktober 1918 zum Staatssekretär des Reichsarbeitsamtes, dem Kabinett Scheidemann gehörte Bauer 1919 als Reichsarbeitsminister an. Nach Scheidemanns Rücktritt im Juni 1919 wurde Bauer Reichskanzler der Regierung, die den Versailler Vertrag unterzeichnen musste. Bauer musste 1920 nach dem Kapp-Putsch zurücktreten, weil er ebenso wie der Reichswehrminister seines Kabinetts Gustav Noske das Vertrauen seiner Partei, der SPD und der Gewerkschaften verloren hatte.
1921 gehörte er den Kabinetten Müller und Wirth als Vizekanzler und Reichsschatz- bzw. Verkehrsminister an. 1925 wurde Bauer im Zusammenhang mit dem Barmat-Skandal aus der SPD ausgeschlossen, später aber rehabilitiert.
Gustav Bauer war verheiratet mit Hedwig Mock. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof der Kirchengemeinde Glienicke/Nordbahn.
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| Personendaten | |
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| NAME | Bauer, Gustav |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker, Ministerpräsident und Reichskanzler |
| GEBURTSDATUM | 6. Januar 1870 |
| GEBURTSORT | Darkehmen (Ostpreußen) |
| STERBEDATUM | 16. September 1944 |
| STERBEORT | Berlin |
Einordnung: Mann | Deutscher | Politiker (Deutsches Reich) | Reichskanzler (Deutschland) | Ministerpräsident | SPD-Mitglied | Geboren 1870 | Gestorben 1944


