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| FREIE UNIVERSITÄT BERLIN |
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|---|---|
| Daten | |
| Motto | Veritas - Iustitia - Libertas. (Wahrheit - Gerechtigkeit - Freiheit) |
| Gründungsjahr | 1948 |
| Ort | Berlin |
| Studenten | 39.200 (ohne Medizin) - Frauenanteil: 59% - Ausländeranteil: 14% |
| Studiengänge | 148 |
| Fachbereiche | 12 (inkl. Medizinischer Fakultät Charité) |
| Institute | 74 (ohne Charité) |
| Mitarbeiter | 4.871 (ohne Charité) - Professoren: 415 - Wissenschaftliche Mitarbeiter: 1220 |
| Promotionen | 811 (2003) |
| Habilitationen | ... |
| Haushalt | ... |
| Hochschultyp | staatlich |
| Präsident | Prof. Dr. Dieter Lenzen |
| Postadresse | Freie Universität Berlin Kaiserswerther Straße 16-18 14195 Berlin |
| Telefon | +49 (0)30 838-0 |
| pressestelle@fu-berlin.de | |
| Homepage | http://www.fu-berlin.de |
| Karte | |
Berlin |
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Die Freie Universität Berlin (kurz: FU, bzw. FU Berlin oder FUB) ist die größte der vier Universitäten Berlins und eine der größten in Deutschland. Sie wurde 1948 gegründet und hat ihren Sitz in Berlin-Dahlem.
| Inhaltsverzeichnis |
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3.1 Lage |
Die Freie Universität Berlin wurde als Reaktion auf den Ausschluss von Studenten aus politischen Gründen aus der im sowjetischen Sektor liegenden Friedrich-Wilhelms-Universität Universität Unter den Linden (heute Humboldt-Universität zu Berlin) am 4. Dezember 1948 gegründet und hat ihren Sitz in Berlin-Dahlem.
Bereits im ersten Semester nach der Gründung der Freien Universität Berlin am 4. Dezember 1948 gab es 2.140 Studenten; 1949 gab es bereits 4.946 Studenten.
1956 führte die FU Berlin als erste deutsche Universität eine Magisterprüfungsordnung ein.
In den späten 1960er Jahren war sie eines der Zentren der so genannten 68er-Bewegung in Deutschland, zu der beispielsweise Rudi Dutschke und Benno Ohnesorg gehörten; in dieser Zeit wurde auch die Außerparlamentarische Opposition (APO) gegründet. Für die Universitäten ergaben die Proteste 1969 beispielsweise die Abschaffung des Ordinariensystems; seitdem gilt in allen Gremien die Viertelparität (ein Professor, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter, ein Student und ein sonstiger Mitarbeiter).
1973 wurde die seit 1967 gebaute Rostlaube als Institutsgebäude für einen Großteil der Geistes- und Sozialwissenschaften eröffnet. In den 80er Jahren wurde in dem Gebäude eine Asbestbelastung festgestellt und eine aufwändige Asbestsanierung begonnen. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) beschloss ein "Grundrecht auf Bildung", worauf die Entwicklung zur Massenuniversität begann.
1978 werden die ersten Abschnitte der Silberlaube eröffnet, die seit 1975 erbaut wurde; weitere Abschnitte wurden 1982 bezogen. 1977/78 kam es auch zu Protesten gegen das frisch verabschiedete Hochschulrahmengesetz (HRG).
Das Gelände der Pädagogischen Hochschule (PH) in Berlin-Lankwitz wurde 1980 in die FU Berlin integriert; rund die Hälfte der etwa 5.000 PH-Studenten und der Professoren wechselten an die FU Berlin. Auf dem Gelände werden die Geologie, die Geophysik und die Paläontologie sowie die Kommunikationswissenschaften und die Zentraleinrichtung für audiovisuelle Medien (ZEAM) untergebracht.
Mitte der 80er Jahre erreicht die FU Berlin als Massenuniversität erstmals eine Studentenzahl von über 50.000 (1983: 50.298); nach dem Mauerfall übersteigt die Studentenzahl 60.000 und erreicht zum Wintersemester 1991/92 mit 62.072 Studenten ihren Höchststand und wird (nach der Universität München) die zweitgrößte Universität Deutschlands. Wenige Monate später beschließt der Berliner Senat, die Studienplätze an der FU Berlin bis zum Jahre 2003 um 10.000 zu reduzieren; weitere Kürzungen werden 1996 beschlossen. Die damit verbundenen Auswirkungen auf das Studienabgebot führen zum Wintersemester 1997/98 zu massiven Protesten der Studenten gegen die Einsparungen im Bildungsbereich, die sich in Demonstrationen, Streiks und der Besetzung des Präsidialamtes auswirken; dennoch werden Immatrikulations- und Rückmeldegebühren eingeführt.
Weiterführende Informationen zur Geschichte:
Die Freie Universität Berlin gliedert sich in zwölf Fakultäten, an der FU seit 1969 "Fachbereiche" (FB) genannt, sowie in drei Zentralinstitute und acht Zentraleinrichtungen. [1]
Bedingt durch die angespannte Haushaltslage des Landes Berlin beschloss der Senat von Berlin die Umstrukturierung der Hochschulmedizin. Dies führte 2003 zur Fusion der beiden medizinischen Einrichtungen von FU und HU zu einem vereinigten Fachbereich, sie bilden seitdem gemeinsam die Medizinische Fakultät Charité – Universitätsmedizin Berlin.
Neben den Fachbereichen und Zentralinstituten übernehmen die sog. Zentraleinrichtungen (ZE) weitere wichtige - zumeist interdisziplinäre – Aufgaben: das Hochschulrechenzentrum (Zentraleinrichtung für Datenverarbeitung, ZEDAT), ZE Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung, ZE Hochschulsport, ZE Sprachenzentrum, ZE Studienberatung und Psychologische Beratung, ZE Universitätsbibliothek, ZE Zentrum Weiterbildung und die ZE Botanischer Garten & Botanisches Museum.
Eine gemeinsame Einrichtung von TU und Freier Universität Berlin ist das Collegium Musicum. Gegenwärtig zählt es etwa 400 Mitglieder, Studenten aller Fachrichtungen, die sich in ihrer Freizeit der Musik widmen. Das Collegium Musicum besteht aus fünf Ensembles: Großer Chor, Kammerchor, Sinfonieorchester, Kleines Sinfonisches Orchester und Bigband. Es finden regelmäßig Veranstaltungen, z.B. Semesterabschlusskonzerte statt. [2]
Die Freie Universität Berlin liegt im Südwesten Berlins, im Stadtteil Dahlem des Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Der zentrale Campus konzentriert sich zum einen auf das Gelände an der der Garystraße zwischen Clayalle und Thielallee. Hier steht auch der Henry-Ford-Bau und die Universitätsbibliothek. Das zweite große Areal liegt nordöstlich davon in der Nähe des alten Dahlemer Dorfkerns, zwischen Königin-Luise-Straße und Habelschwerdter Allee. Am bekanntesten ist dort sicherlich der Gebäudekomplex der "Rost- und Silberlaube". Bis Mitte 2005 wird hier nach Plänen von Lord Norman Foster die neue Philologische Bibliothek eingebaut.
Etwa 3 km westlich davon, zwischen Hindenburgdamm, Schlosspark Lichterfelde und Teltowkanal gelegen, steht das zur medizinischen Fakultät Charité zählende Universitätsklinikum Benjamin Franklin. Zwei kleinere Nebenstandorte befinden sich in Lankwitz an der Malteserstraße und in Düppel, südlich der Potsdamer Chaussee. Das Gelände in Lankwitz gehörte ursprünglich zur Pädagogischen Hochschule Berlin (PH), die aber 1980 in die FU integriert wurde. Es beherbegt heute die Geowissenschaften und das Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Der Standort Düppel besteht aus dem Areal des ehemaligen Rittergutes Düppel, hier sind die veterinärmedizinischen Einrichtungen des Tierklinikums angesiedelt.
Eine Besonderheit unter den Hochschuleinrichtungen ist der Botanische Garten Berlin. Er liegt im östlichen Dahlem und nimmt zwischen Königin-Luise-Straße, Unter den Eichen und Altensteinstraße eine Fläche von mehr als 43 Hektar ein. Damit gehört er zu den größten Botanischen Gärten der Welt.
Die ursprüngliche Königliche Domäne Dahlem wurde 1901 auf Initiative des Ministerialdirektors im preußischen Kultusministerium Friedrich Althoff aufgelöst. Sein Ziel war auf ihrem Areal "die Begründung einer durch hervorragende Wissenschaftsstätten bestimmten vornehmen Kolonie - ein deutsches Oxford". Er befürchtete, Deutschland könnte den Anschluß an wissenschaftlich aktivere Länder wie Großbritannien, Frankreich und die USA verlieren und plante, Dahlem zu einem international führenden Wissenschaftsstandort auszubauen. Wohnen und wissenschaftliches Arbeiten sollten nach dem Vorbild der britischen Universität verbunden werden. [3]
Zunächst trugen die Ansiedlung wissenschaftlich orientierter Fachbehörden und dann der Neubau zweier Institute der Berliner Universität bei. Bis zur Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (KWG) am 11. Januar 1911 vergingen jedoch noch zehn Jahre. Sie lies etliche repräsentative Gebäude errichten, vor allem um in ihnen naturwissenschaftliche Institute unterzubringen. Dort forschten zwölf Nobelpreisträger und namenhafte Wissenschaftler, unter ihnen Adolf von Harnack, Max Planck, Fritz Haber und Carl Bosch. Die Chemiker Otto Hahn und Fritz Straßmann, sowie die Physikerin Lise Meitner entdeckten hier 1938 die Kernspaltung. Richard Willstätter erforschte die Chlorophyllstruktur und auch der Erfinder der Relativitätstheorie Albert Einstein und sein Freund Max von Laue, der Entdecker der Beugung von Röntgenstrahlen, waren hier tätig. [4]
Die nationalsozialistische Gleichschaltung und die Durchsetzung des Arierparagraphen bedeutete für die KWG den Verlust vieler Mitarbeiter. Zudem erlangten einige der Institute nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten traurige Berühmtheit, wie das "Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik", an dem rassentheoretische Forschung betrieben wurde. [5] [6]
1948 übernahm die FU mehrere Gebäue der Max-Planck-Gesellschaft, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Kaiser-Wilhelm-Instituten hervorgegangen waren. Sie sieht sich daher auch in dieser wissenschaftsgeschichtlichen Tradition.
Ursprünglich orientierte sich die Gestaltung des Kernbereichs der FU am angelsächsischen Typus des Universitätscampus. Dies war in Deutschland eine Neuheit, da bisher die Konzentration auf monumentale Hauptgebäude im Stadtzentrum dominierte. Seinen räumlichen Mittelpunkt erhielt der Campus in den 1950er Jahren mit neu errichteten Gebäudegruppen, eingebettet in mehrere Grünanlagen. Nach Plänen von Gustav Müller und Heinrich Sobotka wurden die Universitätsbibliothek und der Henry-Ford-Bau in zeitgemäß sachlich-elegantem Baustil errichtet. Letzterer beherbergt das Auditorium Maximum, weitere große Hörsäle, Seminarräume und den Sitzungssaal des Akademischen Senats. Daneben wurden auch die benachbarten Gründerzeitvillen, Forschungsgebäude und Institute der ehem. Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft mit einbezogen. Im südlichen Dahlem sind heute u.a. die Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften angesiedelt, aber auch das Otto-Suhr-Institut für Politische Wissenschaft, das Osteuropa-Institut, die Pharmakologie, Biochemie, Zentrale Universitätsverwaltung und das Präsidialamt. Letztere beiden nutzen das Gebäude der Alliierten Kommandantura als Dienstsitz.
Mit dem Ausbau der Hochschule zur Massenuniversität in den 1970er Jahren wuchs auch der Raumbedarf. Der einst klar nach außen abgegrenzte Campus wurde erheblich ausgeweitet und franste aus. Vor allem im nördlicheren Dahlem wurden neue Gebäude auf Obstanbauplantagen, unter ihnen der Gebäudekomplex der sog. "Rost- und Silberlaube", errichtet. Dort befinden sich neben den naturwissenschaftlichen Einrichtungen wie der Chemie, Physik, Biologie, Pharmazie, Mathematik und Informatik auch die Geschichts- und Kulturwissenschaften, die Philologischen Einrichtungen, die Philosophie und Geisteswissenschaften, sowie die Erziehungswissenschaft und die Psychologie.
Obwohl die Einrichtungen der FU Berlin auf ca. 230 Gebäude - häufig ehemalige Privatvillen - verteilt sind, liegen sie dennoch überwiegend in einem relativ engen Radius von ca. 1,5 km verteilt. Seit Anfang der 1990er Jahre findet eine zunehmende Konzentration der wissenschaftlichen Einrichtungen auf FU-eigene Gebäude statt. Mittlerweile wird dadurch auch der Absenkung der Studentenzahl um ca. 20.000 Rechnung getragen. Zudem erhofft sich die Universität von dem Verkauf eigener und durch den Verzicht auf angemietete kleinere Villen große Einsparungen durch ein optimiertes Gebäudemanagement. Insgesamt umfasst das Gelände der FU in Dahlem heute ca. 1,85 Mio. m².
Dem Konzept eines Universitätscampus entsprechend, findet man in Dahlem weitere infrastrukturelle Einrichtungen: neben Sportanlagen auch Wohnraum für Studenten, wie etwa das universitätsnah gelegene Studentendorf Schlachtensee. Die FU Berlin gilt als Universität in grüner Lage: Vor allem Villen und Gärten, mehrere Parks, Grünanlagen, sowie die noch verbliebenen Felder und Obstanbauflächen der Domäne Dahlem prägen das Bild des Stadtteils, der im Westen an den Grunewald grenzt. Die Universität ist gut an den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden: Neben mehreren Buslinien ist die westliche Berliner Innenstadt mit der U-Bahn-Linie U3, das östliche Zentrum durch die S-Bahn-Linie S1 in einer Fahrzeit von jeweils ca. 15 Minuten erreichbar.
Viele der repräsentativen Gebäude der KWG stammen von Ernst von Ihne, dem Architekten des Bodemuseums und der Staatsbibliothek Unter den Linden. Sein Münchner Kollege Carl Sattler schuf 1929 ein Vortrags- und Begegnungszentrum und gleichzeitig Gästehaus für Wissenschaftler aus aller Welt, heute als Harnack-Haus bekannt. Neues Bauen bedeutete das am Breitenbachplatz gelegene und im Stile des Bauhaus 1930 errichtete ehemalige Reichsknappschaftshaus. Max Taut und Franz Hoffmann entschieden sich für eine Stahlskelettbauweise und eine mit Keramikplatten verkleidete Fassade, ein zu damaliger Zeit neuartiger Baustil. Heute sind in dem denkmalgeschützten Haus das Lateinamerika-Institut (LAI) und Teile der Verwaltung untergebracht.
Das haute als Präsidialamt genutzte Gebäude der Alliierten Kommandantur war nach dem Zweiten Weltkrieg für 45 Jahre die oberste interalliierte Regierungsbehörde für Berlin und verwaltete die vier Sektoren der Stadt unter Aufsicht des Alliierten Kontrollrats. Ursprünglich diente das Haus als Verwaltungsgebäude für den Verband der öffentlichen Feuerversicherungsanstalten und wurde 1929 von Heinrich Straumer, dem Architekten des Berliner Funkturm, erbaut.
Wichtige Architekten waren für die FU tätig: Georges Candillis, Alexis Josic, Shadrach Woods von der Architektengruppe Team 10, aber auch Hinrich Baller, Inken Baller und Norman Foster.
Obwohl die Hochschule nicht direkt im Stadtzentrum liegt, ist sie mit ihrem Sitz in Dahlem in ein herausragendes wissenschaftliches und kulturelles Umfeld eingebettet. Neben der Freien Universität Berlin haben hier in unmittelbarar Nachbarschaft auch mehrere Max-Planck-Institute (u.a. Bildungsforschung, Wissenschaftsgeshichte, Molekulare Genetik, Fitz-Haber-Institut mit anorganischer Chemie, chemischer Physik, Molekülphysik, physikalischer Chemie), das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik [7] ihr Domizil. Bereits seit 1828 ist die zweitälteste geographische Gesellschaft Europas, die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin in Steglitz und seit 1832 an der Podbielskiallee das Deutsche Archäologische Institut (DAI) angesiedelt. Außerdem ist Dahlem ein wichtiger Standort der Staatlichen Museen zu Berlin. Neben dem Museum Europäischer Kulturen, den bedeutenden Sammlungen außereuropäischer Kunst und Kultur der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (u.a. Ethnologischem Museum, Museum für Indische Kunst, Museum für Ostasiatische Kunst), dem Geheimen Preußischen Staatsarchiv und dem Institut für Museumskunde sind dort auch das Brücke-Museum, das Alliiertenmuseum und das Freilichtmuseum Domäne Dahlem beheimatet.
Weblinks:
Mit einem Medienbestand von rund 8 Mio. Bänden, sowie 20.000 laufenden Zeitschriften ist das Bibliothekssystem der Freien Universität Berlin das größte aller deutschen Universitäten. Der Bestand verteilt sich auf die Universitätsbibliothek (UB) und auf 71 Fachbibliotheken.
Weblinks:
Die Freie Universität Berlin ist eine der wichtigsten Forschungseinrichtungen Deutschlands und spielt in vielen wissenschaftlichen Bereichen eine bedeutende Rolle. Dies zeigt sich zum einen durch die hohen Drittmittel-Einnahmen, als auch durch die Vielzahl der Sonderforschungsbereiche und anderen bedeutenden Forschungseinrichtungen, sowie durch die große Zahl an wissenschaftlichen Preisträgern.
Im Bereich der an der Hochschule stark vernetzten Naturwissenschaften wird in erster Linie Grundlagenforschung betrieben, bei den Sozial-, Geistes- und Politikwissenschaften liegt ein Schwerpunkt bei der wissenschaftlichen Begleitung aktueller gesellschaftlicher, politischer und kultureller Entwicklungen, sowie die Untersuchung von Transformationsprozessen, Internationalisierung und Globalisierung oder Umweltpolitik.
Derzeit gibt es acht interdisziplinäre Zentren, an denen fächerübergreifend Forschung zu Themen wie z.B. Lehr- und Lernforschung, Historische Anthropologie, Mittelalter, Kunstwissenschaften und Ästhetik betrieben wird. Gleiches gilt auch für die drei regionalwissenschaftlichen Institute, die sich Osteuropa, Lateinamerika und Nordamerika (John-F.-Kennedy-Institut) widmen. Einzigartig in der Forschungslandschaft Deutschlands ist das - trotz Haushaltskürzungen und Konzentration noch erhaltene - Ensemble "Kleiner Fächer", die einen hohen Spezialisierungsgrad aufweisen.
Auf dem Gebiet der Politikwissenschaft zählt das Otto-Suhr-Institut zu den international bedeutendsten Forschungsinstitutionen, es ist zugleich das größte Institut in Europa. Von ähnlicher Stellung ist auch die medizinische Fakultät Charité, ebenso wie die Geowissenschaftler der FU. Letztere fallen vor allem durch ihre Beteiligungen an Weltraummissionen, z.B. zum Mars (Mars Express) und zum Saturn (Cassini-Huygens) auf.
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