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| Wappen | Karte |
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| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Region: | Südlicher Oberrhein |
| Kreis: | Stadtkreis |
| Fläche: | 153,06 km² |
| Einwohner: | 205.102 (Oktober 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 1340 Einwohner /km² |
| Höhe: | 278 m ü. NN (Münsterplatz) |
| Postleitzahlen: | 79001 - 79140 (alte PLZ: 7800) |
| Vorwahl: | 0761 |
| Geografische Lage: | 48° 00' n. Br. 07° 51' ö. L. |
| Kfz-Kennzeichen: | FR |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 11 000 |
| Stadtgliederung: | 41 Stadtbezirke |
| Anschrift der Stadtverwaltung: |
Rathausplatz 2-4 79098 Freiburg im Breisgau |
| Website: | www.freiburg.de |
| E-Mail-Adresse: | info@stadt.freiburg.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Dr. Dieter Salomon (GRÜNE) |
Freiburg im Breisgau (frz.: Fribourg-en-Brisgau; it.: Friburgo in Brisgovia), südlichste Großstadt Deutschlands, gelegen auf 47° 59' 43" nördlicher Breite, 7° 51' 11" östlicher Länge, ist nach Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe die viertgrößte Stadt in Baden-Württemberg. Die kreisfreie Stadt im gleichnamigen Regierungsbezirk ist Sitz des Regionalverbands Südlicher Oberrhein und des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, von dem sie nahezu ganz umgeben ist. Die nächst gelegenen Großstädte sind Mulhouse (Frankreich), Basel (Schweiz) etwa 60 km südlich und Zürich (Schweiz) etwa 86 km südöstlich, Straßburg (Frankreich) etwa 85 km und Karlsruhe etwa 140 km nördlich sowie Stuttgart, etwa 200 km nordöstlich von Freiburg. Die Einwohnerzahl der Stadt Freiburg im Breisgau überschritt Anfang der 1930er Jahre die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Heute leben rund 200.000 Menschen in der Stadt, darunter etwa 30.000 Studierende der Albert-Ludwigs-Universität, der Fachhochschulen und der Pädagogischen Hochschule.
| Inhaltsverzeichnis |
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4.1 Verkehr |
Freiburg liegt an der Dreisam, am Ausgang des aus dem Schwarzwald herabführenden Höllentals in die Oberrheinische Tiefebene. Die Stadt liegt am Fuße des Schlossbergs, landschaftlich begrenzt im Osten durch die Schwarzwaldhöhen (Rosskopf und Bromberg), im Süden und Westen durch den Schönberg, den Tuniberg und den Kaiserstuhl.
Geologisch gesehen liegt es auf der Verwerfung, die die Grenze zwischen Schwarzwald und Oberrheingraben bildet. Der Schönberg zählt zur Vorbergzone, also einem Teil des alten Gebirges, der beim Einbrechen des Oberrheingrabens nur teilweise abgerutscht ist und somit heute sowohl vom Schwarzwald durch eine Verwerfung getrennt ist (Hexental) als auch vom Oberrheingraben.
Die Stadt liegt im "Verdichtungsraum Freiburg", der neben der Stadt Freiburg im Breisgau die Gemeinden Au (Breisgau), Bötzingen, Gundelfingen, Kirchzarten, March, Merzhausen und Umkirch des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald sowie die Städte und Gemeinden Emmendingen, Denzlingen und Waldkirch des Landkreises Emmendingen umfasst.
Für die Region Südlicher Oberrhein bildet Freiburg das Oberzentrum, von denen für ganz Baden-Württemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Freiburg übernimmt für die Gemeinden Au, Bötzingen, Buchenbach, Ebringen, Eichstetten am Kaiserstuhl, Glottertal, Gottenheim, Gundelfingen, Heuweiler, Horben, Kirchzarten, March, Merzhausen, Oberried (Breisgau), St. Märgen, St. Peter (Hochschwarzwald), Schallstadt, Sölden, Stegen, Umkirch und Wittnau die Funktion eines Mittelbereichs.
Freiburg ist klimatisch gesehen, die wärmste Großstadt in Deutschland.
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Freiburg im Breisgau. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und liegen alle, außer Vörstetten, das zum Landkreis Emmendingen gehört, im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald:
Vörstetten, Gundelfingen im Breisgau, Glottertal, Stegen, Kirchzarten, Oberried (Breisgau), Münstertal (Schwarzwald), Bollschweil, Horben, Au (Breisgau), Merzhausen, Ebringen, Schallstadt, Bad Krozingen, Breisach am Rhein, Merdingen, Gottenheim, Umkirch und March.
Das Stadtgebiet von Freiburg ist in 41 Stadtbezirke von Freiburg gegliedert. Diese Einteilung dient zunächst nur statistischen Zwecken. In den erst bei der jüngsten Gemeindereform eingegliederten Stadtteilen Ebnet, Hochdorf, Kappel, Lehen, Munzingen, Opfingen, Tiengen und Waltershofen wurde die Ortschaftsverfassung eingeführt. Damit erhielten diese Orte jeweils einen von der Bürgerschaft der Ortschaft zeitgleich mit dem Gemeinderat zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher an der Spitze sowie eine örtliche Verwaltung. Die Ortschaftsräte sind zu allen wichtigen die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt jedoch dem Gemeinderat der Gesamtstadt Freiburg. Im Ortsteil St. Georgen gibt es ein "Gemeindesekretariat", das für verschiedene Verwaltungsaufgaben zuständig ist.
Im Jahr 1091 erbaute das Geschlecht der Zähringer eine Burg auf dem Schlossberg. Konrad und Herzog Bertold III. verliehen der kleinen Ansiedlung unterhalb der Burg im Jahr 1120 das Markt- und Stadtrecht. Reichhaltige Silbervorkommen im Schwarzwald verhalfen der Stadt zu Wohlstand. 1200 begann unter Berthold V. der Bau der gotischen Pfarrkirche, dem Freiburger Münster. 1218 starb mit Berthold V. der letzte Zähringerherzog. Bis 1368 herrschte das Geschlecht der Grafen von Urach, die sich auch Grafen von Freiburg nannten. Die Freiburger erkauften sich 1368 ihre Freiheit mit 15.000 Silbermark, die sie zuvor von den Habsburgern geliehen hatten. Als die Stadt die Schuld nicht zurückzahlen konnte, musste sie sich unter die Herrschaft des Hauses Habsburg stellen; die Stadt gehörte ab diesem Zeitpunkt zu Vorderösterreich.
Von 1415 bis 1427 war Freiburg Reichsstadt. 1457 erhielt die Stadt von Erzherzog Albrecht die Universität. Am 23. Mai 1524 nehmen 18.000 Bauern unter Führung von Hans Müller während des Bauernkrieges Freiburg ein. 1608 wird Freiburg von der Pest heimgesucht. 1620 übernahmen die Jesuiten die Universität. In der Folge des Dreißigjährigen Krieges wechselte die Herrschaft mehrmals zwischen Frankreich und Vorderösterreich. am 16. November 1713 eroberte der französische Marschall Claude-Louis-Hector de Villars Freiburg in einer der letzten Kriegshandlungen des Spanischen Erbfolgekrieges.
Napoleon schlägt Freiburg 1805 dem neu gegründeten Großherzogtum Baden zu. Innerhalb Badens wird Freiburg Sitz eines Stadtamtes und zweier Landämter, die 1819 zu einem Landamt vereinigt wurden. Gleichzeitig wurden die Gemeinden des aufgelösten Amtes St. Peter dem Landamt Freiburg eingegliedert. Im Jahr 1827 wird Freiburg Sitz des neu gegründeten Erzbistums Freiburg. Das Freiburger Münster wird Bischofskirche. Freiburg wird 1832 Sitz des Oberrheinkreises, zu dem mehrere Ämter gehören. 1864 werden Stadt- und Landamt Freiburg zum Bezirksamt Freiburg vereinigt. Zum neuen Großkreis Freiburg gehören die Amtsbezirke Breisach, Emmendingen, Ettenheim, Freiburg, Kenzingen (1872 aufgelöst), Neustadt im Schwarzwald und Staufen. Im gleichen Jahr gründet sich mit dem Schwarzwaldverein der erste deutsche Wanderverein in der Stadt.
Im Zuge einer Bezirksreform wird 1924 der Bezirk Breisach aufgelöst und seine Gemeinden zum Großteil dem Bezirksamt Freiburg zugeordnet. Eine nochmalige Vergrößerung erfuhr das Bezirksamt Freiburg im Jahre 1936 nach Auflösung des Bezirksamtes Staufen sowie durch Zuordnung von Gemeinden der Ämter Waldkirch und Emmendingen.
1933 gibt sich auch Freiburg nahezu widerstandslos dem nationalsozialistischen Regime hin. Von der Freiburger Universität aus versucht Martin Heidegger den Nationalsozialismus kulturell anzuleiten. Im Jahr 1939 wird das Bezirksamt Freiburg in Landkreis Freiburg umbenannt. Die Stadt Freiburg scheidet aus dem Landkreis aus und wird kreisfrei. 1940 werden aus Freiburg wie aus ganz Baden alle Juden deportiert (zunächst in das französische Konzentrationslager Gurs in der Nähe der spanischen Grenze, später von dort in die Vernichtungslager).
Von 1945 bis 1952 ist Freiburg die Hauptstadt des Bundeslandes Baden. 1973 wird im Zuge der Kreisreform zum 1. Januar der Landkreis Freiburg Bestandteil des neuen Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald. Freiburg wird wieder Sitz des neuen Großkreises, bleibt selbst aber kreisfrei. In den 1970er Jahren entwickelte sich Freiburg zu einem Zentrum der Alternativkultur und Umweltbewegung, zu den Folgen siehe Politik.
Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Freiburg im Breisgau eingegliedert wurden. Vor der ersten Eingemeindung umfasste das Stadtgebiet lediglich 3.005 ha.
| Jahr | Orte | Zuwachs in ha |
| 1826 | Wiehre | 723 |
| 1890 | Günterstal | 520 |
| 1890 | Haslach | 912 |
| 1906 | Zähringen | 1.169 |
| 1908 | Betzenhausen | 865 |
| 1914 | Littenweiler | 1.561 |
| 1938 | St. Georgen | 761 |
| 1. September 1971 | Lehen | 358 |
| 1. Dezember 1971 | Opfingen | 1.461 |
| 1. Juli 1972 | Waltershofen | 758 |
| 1. Januar 1973 | Tiengen | 838 |
| 1. Juli 1973 | Munzingen | 677 |
| 1. September 1973 | Hochdorf | 1.010 |
| 1. Juli 1974 | Ebnet | 687 |
| 1. Juli 1974 | Kappel | 1.381 |
| 1. Januar 1978 | Mundenhof (Gemeinde Umkirch) | 323 |
Freiburg wächst nicht nur durch Eingemeindungen, sondern auch durch neue Stadtteile. In den 1970er Jahren ist dies der Stadtteil
Freiburg-Landwasser, in den 1990er Jahren werden die Stadtteile Freiburg-Rieselfeld und Freiburg-Vauban neu entwickelt.
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
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¹ Volkszählungsergebnis
Da Freiburg bis 1805 zu Österreich gehörte, blieb die Stadt eine katholische Stadt. Die Bevölkerung gehörte kirchlich zum Bistum Konstanz, das mit dem Ende des alten Reiches aufgelöst wurde. 1821 wurde Freiburg Sitz eines eigenen römisch-katholischen Erzbischofs, der jedoch erst 1827 sein Amt antreten konnte. Die Grenzen des Erzbistums Freiburg decken sich mit den Grenzen des ehemaligen Landes Baden und des (später preußischen) Fürstentums Hohenzollern. Bischofskirche ist das Freiburger Münster. Zum Erzbistum Freiburg gehören die beiden Suffraganbistümer Mainz und Rottenburg-Stuttgart (Bis 1929 auch die Bistümer Limburg und Fulda). Der Erzbischof von Freiburg trägt den Titel eines Metropoliten. Der Deutsche Caritasverband hat seinen Sitz in Freiburg.
Im 19. Jahrhundert zogen auch Protestanten in die Stadt, die später eigene Kirchen erhielten. Die ehemals markgräflich-badischen Teilorte Haslach, Opfingen und Tiengen sind traditionell evangelisch. Die Freiburger Protestanten gehören heute, sofern sie nicht Glieder einer Freikirche sind, zum Dekanat Freiburg innerhalb des Kirchenkreises Südbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden. In Freiburg befindet sich auch der Sitz der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden, eine lutherische Freikirche.
Seit dem späten 19. Jahrhundert besteht in Freiburg eine altkatholische Gemeinde. Den griechisch-, russisch- und rumänisch-orthodoxen Gemeinden wurde eine katholische Kirche für ihre Gottesdienste zur Verfügung gestellt. Außerdem gibt es in Freiburg eine Anglikanische Gemeinde.
1424 wurde die erste jüdische Gemeinde Freiburgs vertrieben. Die Bürgerschaft duldete bis ins 19. Jahrhundert keine Ansiedlung von Juden. 1863 wurde wieder eine Gemeinde gegründet. in der Reichspogromnacht 1938 wurde die Synagoge zerstört. Im Oktober 1940 wurden die im Lande verbliebenen badischen und pfälzer Juden nach Gurs in Südfrankreich deportiert. Nach 1945 konstituiert sich eine kleine jüdische Gemeinde, die 1985–1987 eine neue Synagoge errichtete.
Mehrere islamische Organisationen unterschiedlicher Herkunft und religiöser Ausrichtung unterhalten in Freiburg Gebetsstätten, eine richtige Moschee wurde bisher nicht errichtet.
An der Spitze der Stadtverwaltung stand früher der Schultheiß als Vorsitzender des Gerichts. Nach dem Übergang an Baden wurde die badische Städteverfassung eingeführt mit einem Bürgermeister, später Oberbürgermeister an der Spitze.
Die Oberbürgermeister ab 1806:
Freiburg gilt als eine Hochburg der Grünen. Dies äußert sich nicht nur in der Wahl des ersten grünen Oberbürgermeisters einer Großstadt, sondern auch in durchgehend überdurchschnittlich hohen Wahlergebnissen. Bei der Bundestagswahl 2002 wurde der Wahlkreis Freiburg mit 25,0 Prozent der Zweitstimmen für Bündnis 90/Die Grünen bundesweit bester Wahlkreis dieser Partei, bei der Europawahl am 13. Juni 2004 erreichten sie sogar 36,8 Prozent.
Bei der Wahl zum Stadtrat vom 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:
Das Wappen der Stadt Freiburg im Breisgau zeigt auf Weiß ein rotes durchgehendes Kreuz. Es ist das Symbol von St. Georg, dem Patron der Stadt.
Freiburg unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
Eine Städtefreundschaft wird mit Wiwilí in Nicaragua seit 1988 unterhalten.
Freiburg ist ein regionales Wirtschaftszentrum. Es dominiert der Dienstleistungssektor sowie der öffentliche Dienst. Größter Arbeitgeber der Stadt ist die Universität, gefolgt von zahlreichen Landes- und untergeordneten Behörden. Durch die Nähe zur Universität haben sich kleinere Unternehmen aus den Bereichen Solartechnik, Informations- und Medientechnologie sowie Medizintechnik und Biotechnologie hier angesiedelt. Freiburg ist für sein sonniges, warmes Klima, für die Forschung und Produktion im Bereich Solarenergie bekannt. Selbst das Stadion des SC Freiburg verfügt über solarthermische und photovoltaische Anlagen. Die besondere Bedeutung der Bereiche Solarenergie und Biotechnologie für Stadt und Region spiegelt sich auch in den beiden Fachmessen Intersolar (jährlich) und BioDigital (alle 2 Jahre) wieder, die für die recht kleine Messegesellschaft Messe Freiburg eine ungewöhnlich hohe internationale Bedeutung haben. Eine weitere internationale Fachmesse ist die INTERbrossa-BRUSHexpo, die alle vier Jahre für ihre Branchen Weltleitmesse ist. Zahlreiche weitere Fach- und Publikumsmessen machen Freiburg zu einem wichtigen regionalen Messestandort. Darüber hinaus spielt der Fremdenverkehr eine bedeutende Rolle, die Stadt gilt als Tor zum Schwarzwald.
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