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Frank Borman

Frank Frederick Borman II (* 14. März 1928 in Gary, Indiana, USA) ist ein amerikanischer Astronaut.

Frank Borman 1968
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Frank Borman 1968

Nachdem Borman 1950 an der US-Militärakademie in West Point sein Luftfahrttechnikstudium beendet hatte, diente er bis 1953 als Kampfpilot der Luftwaffe auf den Philippinen, danach als Fluglehrer in Georgia und Arizona. Von 1957 bis 1960 lehrte er als Assistenzprofessor in West Point Thermodynamik und Flüssigkeitsmechanik. Danach kehrte er an der Edwards Air Force Base in Kalifornien wieder ins Cockpit zurück: zuerst in der Ausbildung zum Testpilot, danach als Ausbilder.

Am 17. September 1962 wurde er von der NASA in die zweite Astronautengruppe gewählt. Als Spezialaufgabe übernahm er die Raketen, die die Raumschiffe in die Erdumlaufbahn bringen sollten.

Seine erste Zuteilung erhielt er am 27. Juli 1964, als er zum Ersatzkommandanten von Gemini 4 nominiert wurde. Nachdem dieser Flug am 3. Juni 1965 durchgeführt wurde, bekam Borman am 1. Juli 1965 das Kommando für den nächsten Flug, Gemini 7, zugesprochen. Zusammen mit Jim Lovell umkreiste er vom 4. Dezember bis zum 18. Dezember 1965 die Erde, ein Langzeitrekord, der erst 1970 gebrochen wurde.

Am 29. September 1966 wurde er als Ersatzkommandant für den zweiten bemannten Apollo-Flug eingeteilt, doch dieser Flug wurde schon wenige Wochen später wieder gestrichen, weil es eine unnötige Wiederholung des ersten Fluges sei.

Nach der Katstrophe von Apollo 1, bei dem drei Astronauten ums Leben kamen, war Frank Borman Mitglied der Untersuchungskommission. In der Folge bekam Frank Borman die Aufgabe, das Team zum Umbau der Apollokapsel zu leiten.

Nachdem die NASA die Planungen für bemannte Weltraumflüge wieder aufgenommen hatte, wurden am 20. November 1967 die Einteilungen für den zweiten und dritten Apolloflug (Missionen D und E) bekannt gegeben. Borman war als Kommandant für Mission E vorgesehen. Zusammen mit ihm wurden Michael Collins and William Anders eingeteilt. Dies sollte der erste bemannte Flug der neuen Rakete Saturn V werden und bis zu 11 Tage dauern.

Im Sommer 1968 zeichnete sich jedoch ab, dass die Mondlandefähre, die im zweiten bemannten Apolloflug (der Mission D) getestet werden sollte, nicht rechtzeitig einsatzbereit sein würde. Im August entschied die NASA, vorerst ohne die Öffentlichkeit zu informieren, dass die Mission E vorgezogen werden könnte und Bormans Team als Mission C' den Mond umrunden sollte. Allerdings musste sich Michael Collins einer Operation unterziehen und wurde durch Jim Lovell ersetzt.

Nachdem die Mission C (Apollo 7) erfolgreich verlief, entschied die NASA am 10. November endgültig, dass Bormans Mannschaft die erste sein sollte, die zum Mond fliegt. Der historische Flug von Apollo 8 begann am 21. Dezember 1968 und dauerte sieben Tage. Für Borman war dies der zweite und letzte Raumflug. Er war einer der wenigen Astronauten des Gemini- und Apollo-Projekts, die selbst nie als Verbindungssprecher (Capcom) gearbeitet hatten.

Im Juli 1969, kurz vor der Mondlandung von Apollo 11 besuchte Borman offiziell die Sowjetunion. Er wurde dabei von seiner Frau und seinen 15- und 17-jährigen Söhnen begleitet. Borman traf Nikolai Kamanin, den Leiter der sowjetischen bemannten Raumfahrt, sowie die Kosmonauten Feoktistow, Titow, Schatalow, Volynow, Beregowoi und Tereschkowa. Kamanin würdigte Borman als geübten Redner und Diplomat, sowie als geborenen Politiker.

Am 1. Juli 1970 schied Frank Borman bei der NASA aus und ging zur amerikanischen Fluggesellschaft Eastern Airlines, zuerst als Vizepräsident, ab 1976 als Vorsitzender. Während seiner Zeit bei Eastern gelangen der Gesellschaft die vier profitabelsten Jahresabschlüsse ihrer Geschichte.

1986 zog er sich aus dem Unternehmen zurück. Derzeit beschäftigt er sich mit der Restaurierung von Flugzeugen.

Siehe auch: Liste der Raumfahrer

Literatur

Weblinks







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