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Emil Adolf Roßmäßler

Emil Adolf Roßmäßler (* 3. März 1806 in Leipzig; † 8. April 1867 in Leipzig) war ein deutscher Naturforscher und Volksschriftsteller.

Roßmäßler war der Sohn eines Kupferstechers, der in ihm das Interesse für die Natur und für das Zeichnen weckte. Früh starben seine Eltern, so dass er auf die Unterstützung seiner Verwandten und auf seinen Zusatzverdienst durch Hilfsarbeiten angewiesen war.

1825 begann er an der Universität Leipzig Theologie zu studieren; sein Wunschfach "Medizin" erschien seinem Onkel und Vormund zu teuer. Während des Studiums beschäftigte er sich noch intensiv mit der Botanik.

Nach dem Ende seines Studiums 1827 leitete er botanische Exkursionen junger Apotheker und ging dann als Lehrer an eine Privatschule in Weida (Thüringen). Hier veröffentlichte er einige Arbeiten aus dem Gebiet der Floristik in verschiedenen Zeitschriften.

1830 übersiedelte er nach Tharandt und wurde hier Professor für Zoologie an der Forst- und Landwirtschaftlichen Akademie. Zunächst beschäftigte er sich mit dem Fichtenrüsselkäfer, der damals die Wälder in der Umgebung von Tharandt zerstörte. 1832 veröffentlichte er seine Systematische Übersicht des Tierreiches mit eigenen Zeichnungen. Weiterhin beschäftigte er sich mit den Land- und Süßwasserweichtieren. Die Ergebnisse seiner Forschungseisen stellte er in Fachaufsätzen dar.

1835 führte ihn eine Forschungsreise nach Triest, in das Karstgebirge und in die Alpen. 1837 traf er in Berlin die Forscherkollegen Alexander von Humboldt, Christian Leopold von Buch, Christian Gottfried Ehrenberg sowie die Brüder Gustav Rose und Heinrich Rose. Gleichzeitig übernahm der an der Universität in Tharandt noch zusätzlich den Bereich Mineralogie. Auch auf diesem Gebiet legte er bald Arbeiten vor, so etwa 1840 Die Beiträge zur Versteinerungskunde.

Auch politisch war Roßmäßler aktiv. Als Mitglied im Frankfurter Parlament seit 1848 arbeitete er im Schulausschuss. Aus konfessionellen Gründen wurde er heftig kritisiert, was der damailigen Regierung missfiel. Deshalb ließ er sich im Sommer 1849 auf eigenen Wunsch emeritieren. Von einer Anklage wegen Hochverrat wurde er freigesprochen.

1850 kehrte Roßmäßler in seine Heimatstadt Leipzig zurück. Von nun an schrieb er zahlreiche bedeutende Bücher, so zum Beispiel zusammen mit Alfred Brehm Die Tiere des Waldes. Seine zahlreichen Vorträge erschienen in Mikroskopische Blicke. Zusammen mit Otto Ule und Karl Müller gab er 3 Jahre lang die Zeitschrift Die Natur heraus. 1862 stellte er in seinem Werk Der Wald die wichtigsten Bäume Deutschlands zusammen.

Am 8.April 1867 starb Roßmäßler in Leipzig.

Werke





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