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| Amtssprache | Arabisch, Französisch | ||||
| Hauptstadt | Dschibuti | ||||
| Staatsform | Republik | ||||
| Staatsoberhaupt | Ismail Omar Guelleh | ||||
| Regierungschef | Dileita Mohammed | ||||
| Fläche | 22.000 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 466.900 (Stand: Juli 2004) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 21 Einwohner pro km² | ||||
| Unabhängigkeit | von Frankreich am 27. Juni 1977 | ||||
| Währung | Dschibuti-Franc | ||||
| Zeitzone | UTC+3 | ||||
| Kfz-Kennzeichen | DJI | ||||
| Internet-TLD | .dj | ||||
| Vorwahl | +253 | ||||
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| Historische Karte der Region (um 1888) | |||||
Dschibuti (arab.: جيبوتي, frz.: Djibouti liegt in Ostafrika. Er grenzt im Westen an Äthiopien, Eritrea im Norden und Somalia im Süden, sowie an den Golf von Aden und das Rote Meer. Der Jemen liegt nur wenige Kilometer entfernt auf der anderen Seite des Roten Meeres.
| Inhaltsverzeichnis |
Dschibuti wurde 1862 von Frankreich erworben und 1896 zur französischen Kolonie Französisch-Somaliland erklärt. 1946 wurde Frz.-Somaliland zum französischen Überseeterritorium, worauf es auf Grund einer Volksabstimmung am 19. März 1967 in "Französisches Afar- und Issagebiet" oder "Französisches Territorium der Afar und Issa" (Territoire Français des Afars et des Issas) nach den dort dominierenden Völkern umbenannt wurde.
Eine weitgehende Selbstverwaltung gewährte Frankreich 1972. Nach einer erneuten Volksabstimmung kommt es am 27. Juni 1977 zur Unabhängigkeit von Frankreich.
Die geographische Lage ist etwa 11° 30' Nord, 43° 00' Ost.
Die Größe des Landes entspricht etwa der des Bundeslandes Hessen. Im Westen und Süden wird das Land von Äthiopien umschlossen und im Norden liegt Eritrea. Im Südosten grenzt das Land an der Republik Somalia und im Osten wird es vom Golf von Aden begrenzt. Hauptstadt ist der Hafenort Dschibuti am Golf von Aden.
Von der Landschaft ist das Territorium ein Teil vom großen Senkungsfeld des ariden Danakil- und Afartieflands, das sich in mehreren unbesiedelten Salzbecken teilweise weit unter das Niveau des Meeresspiegels herabsenkt. Die größte Tiefe liegt im Assalsee bei 173 m, inmitten von Vulkanen im Landesinneren. Auch der weitaus größere Abbesee an der Grenze zu Äthiopien ist ein See ohne Abfluss. Er mündet in seinem Westufer in den Awasch, den einzigen größeren Fluss des Tieflandes.
Im Norden reichen die Danakilberge bis auf 2.000 m Höhe und gehen an die Tadjourabucht heran. Sie bestehen aus kristallinen Massengesteinen und jüngeren Basaltdecken. Die größte Erhebung liegt an der Grenze zu Äthiopien und heißt Mouso Ali. Im Süden sind Ebenen und Basaltdecken vorherrschend. Einst lag das Land unterhalb des Meeresspiegels, worauf zahlreiche Korallenbauten hinweisen. Im Osten befindet sich die Tadjoura-Bucht, welche tief ins Land reicht.
Die wichtigsten Völker sind die Afar (Danakil) im Norden und Westen und die Issa im Süden. Mehrere Bürgerkriege herrschten bereits zwischen diesen beiden ethnischen Gruppen. Europäer (besonders Franzosen) und Araber (besonders Jemeniten) bilden eine Minderheit. Als Belastung gelten die Einwanderer aus Äthiopien und Somalia.
Die Mehrheit der Bevölkerung sind Sunniten. 90% sind Analphabeten.
Am Horn von Afrika befinden sich gegenwärtig 1.200 Marinesoldaten. In Dschibuti hat die deutsche Marine mit einem Verband von mehreren Schiffen und Luftfahrzeugen einen Militärstützpunkt aufgebaut. Die Fregatten, Versorger, Hubschrauber (Sea Lynx) und Flugzeuge (Breguet Atlantic) werden für mehrere Monate nach Dschibuti verlegt, um mit ihren Besatzungen im südlichen Roten Meer und im Golf von Aden zu patroullieren. Ihr offizieller Auftrag lautet: Seeräume freihalten und verdächtige Schiffe kontrollieren, um Nachschub und Fluchtwege von vermuteten Terrorgruppen abzuschneiden.
Ende März 2004 kam es zu einer diplomatischen Verstimmung zwischen Dschibuti und Deutschland. Man zeigte sich empört über die Absage eines geplanten Besuches von Bundespräsident Johannes Rau. Nach Hinweisen auf einen möglichen Terroranschlag führte Rau den vorgesehenen Truppenbesuch bei dem im Land stationierten deutschen Soldaten nicht durch.

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