Deutsches Museum
Deutsches Museum an der Isar
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Außenansicht des Deutschen Museums
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Das Deutsche Museum in München ist mit ca. 18.000 ausgestellten Objekten
aus rund 50 Bereichen der Naturwissenschaften und der Technik das größte naturwissenschaftliche-technische Museum der Welt. Der
umfangreiche Bestand an wertvollen technischen und naturwissenschaftlichen Originalexponaten wird jährlich von ca. 1,3 Millionen
Menschen besucht.
Grundverständnis des Deutschen Museums
Erklärtes Ziel des Deutschen Museums ist es, dem interessierten Laien in verständlicher Weise naturwissenschaftliche und
technische Erkenntnisse möglichst lebendig nahe zu bringen.
Dazu zeigt es die geschichtliche Entwicklung der Naturwissenschaften und der Technik an ausgewählten Beispielen und deren
Bedeutung für die technische und die gesellschafliche Entwicklung.
Einrichtungen des Deutschen Museums
Das Deutsche Museum hat die folgenden Ausstellungen:
- das Stammhaus auf der Museumsinsel in München,
- das Verkehrszentrum in München,
- die Flugwerft in Schleißheim und
- das Deutsche Museum Bonn.
Außerdem hat es die Studiensammlungen mit ca. 60.000 Objekten, eine Spezialbibliothek für die Geschichte der
Naturwissenschaften und Technik mit ca. 850.000 Bänden und zahlreiche Archive mit Originaldokumenten.
Das Forschungsinstitut für Technik- und Wissenschaftsgeschichte des Deutschen Museums arbeitet mit der
Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität München zusammen.
Das Kerschensteiner Kolleg veranstaltet Fortbildungskurse für Lehrer und Studenten über die Geschichte der Naturwissenschaften
und der Technik.
Zur Geschichte des Deutschen Museums
Das Deutsche Museum wurde 1903 auf Anregung Oskar von Millers als "Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik" gegründet. Die
Ausstellungen wurden 1906 in provisorischen Räumen eröffnet. Die ersten Objekte bestanden
aus der mathematisch-physikalischen Sammlung des bayerischen Staates. 1906 wurde der
Grundstein für den Museumsbau auf der Isarinsel (ehemals Kohleninsel, heute Museumsinsel) gelegt. Der Neubau auf der Museumsinsel konnte 1925 mit zehnjähriger Verspätung eröffnet werden. Im Jahr 1932 wurde der
Bibliotheksbau eröffnet und 1935 der Kongreßbau. Nach der starken Zerstörung im Krieg wurde
das Museum 1948 wieder eröffnet und in den folgenden Jahren mehrmals erweitert. 1992 wurde die Flugwerft Schleißheim als Zweigmuseum auf dem ältesten erhaltenen Flugplatz
Deutschlands eröffnet. Als Zweigmuseum zur Darstellung der Entwicklung der Wissenschaft und Technik in Deutschland nach 1945
wurde 1995 das Deutsche Museum Bonn gegründet. 2003
wurde die erste Halle des Verkehrszentrums des Deutschen Museums auf der Theresienhöhe (dem ehemaligen Messegelände) in München
bezogen.
Zeittafel zur Geschichte
- 1903 Gründung des Deutschen Museums
- 1906 Eröffnung der vorläufigen Sammlungen in den Räumen des ehemaligen Nationalmuseums
an der Maximilianstraße
- 1909 Eröffnung weiterer Sammlungen in der alten Isarkaserne an der Ehrhardtstraße
- 1911 Richtfest des Sammlungshauses
- 1925 Eröffnung des Deutschen Museums im Neubau auf der Museumsinsel
- 1928 Grundsteinlegung zum Bibliotheks- und Saalbau
- 1930 Richtfest zum Bibliotheks- und Saalbau
- 1932 Eröffnung der Bibliothek
- 1935 Eröffnung des Kongreßsaales
- 1944 Zerstörung von ca. 80 % der Gebäude
- 1948 Wiedereröffnung nach der Zerstörung
- 1984 Eröffnung der neuen Halle für Luft- und Raumfahrt
- 1992 Eröffnung der Flugwerft Schleißheim am Flugplatz Oberschleißheim
- 1995 Eröffnung des Deutschen Museums Bonn als Zweigmuseum
- 2003 Eröffnung des Verkehrszentrums auf dem ehemaligen Messegelände
Ständige Ausstellungen auf der Museumsinsel in München
- Agrar- und Lebensmitteltechnik
- Altamira-Höhle
- Amateurfunk
- Astronomie
- Bergbau
- Brückenbau
- Chemie
- Drucktechnik
- Eisenbahn und Bergbahnen
- In der Abteilung werden grundlegende Informationen aus dem Bereich der Energietechnik zum Energieverbrauch, zur Energieumwandlung und zur Energieverwendung gemacht. Die verschiedenen Primärenergien werden dargestellt und dann besonders auf die Nutzung der Sonnenenergie eingegangen. Die Möglichkeiten und Probleme der Energiespeicherung werden
aufgezeigt. Im Themenkomplex Kernenergie werden die physikalischen Grundlagen
der Kernspaltung, der grundsätzliche Aufbau von Kernkraftwerken und Konzepte zur Gefahrenabwehr vorgestellt. Die beim Betrieb von
Kernkraftwerken entstehende künstliche Radioaktivität wird mit
anderen Formen der künstlichen und der natürlichen Radioaktivität verglichen und die verschiedenen Arten der Lagerung von
radioaktiven Abfällen aufgezeigt.
- In der Abteilung werden die Methoden der Geodäsie und deren Entwicklungen
dargestellt, um die Erdoberfläche zu vermessen und die Gestalt der
Erde zu bestimmen. Bei den Messmethoden sieht man Geräte, mit denen man Längen,
Winkel und Höhen
misst, um damit die Lage eines Ortes zu bestimmen. Auch Messungen mittels Astronomie oder Satelliten werden vorgestellt. Ein besonderer
Bereich befasst sich mit dem Kataster, dem Grundbuch und der Flurkarte. Auch auf die Methoden der Ingenieurvermessung von Bauwerken, technischen Anlagen und
sportlichen Leistungen wird eingegangen. Schließlich werden die unterschiedlichen Darstellungen der Erde mittels Globen und Landkarten an Beispielen gezeigt. In
dem Bereich Orientierung mit Landkarte und Kompass kann man lernen, wie man sich damit in der
Natur zurecht findet.
- Die Abteilung gliedert sich in die vier Bereiche Glas als Werkstoff, Hohlglas, Flachglas und Spezialglas. Im ersten Teil werden die Bestandteile, wichtige Eigenschaften des Glases und die geschichtliche
Entwicklung der Glasherstellung in Modellen gezeigt. Die Herstellung von Hohlgläsern ist von der Glasmacherpfeife bis zur modernen Massenherstellung zu sehen. Die Herstellung von Flachglas kann man
an Hand der alten Techniken zur Herstellung aus Hohlglas und die Massenfertigung, die erst im 20. Jh. erfunden wurde, kennen
lernen. Die unterschiedlichen Grundstoffe und Eigenschaften von Spezialgläsern werden an Beispielen aus den Anwendungsbereichen
Optik, Elektrotechnik, Chemie und Pharmazie verdeutlicht.
- Informatik
- Keramik
- Kutschen und Fahrräder
- In der Abteilung sind Kraftmaschinen entsprechend der Art ihrer
Energieumwandlung
ausgestellt. Es beginnt mit den Muskelkraftmaschinen und den verschiedenen Wind- und Wasserrädern, die noch durch die Wasserturbinen ergänzt werden.
- Bei den Dampfmaschinen sind besonders sehenswert der Nachbau einer
doppeltwirkenden Wattschen Betriebsdampfmaschine von 1788 und die
Ventildampfmaschine der Gebrüder Sulzer aus dem Jahr 1865. Die Dampfturbinen von Carl de Laval (1888) und Charles Parsons (1889)
zeigen den Übergang von den Kolbendampfmaschinen zu den in der modernen Stromerzeugung dominierenden Dampfturbinen.
- Bei den Verbrennungsmotoren sind der erste stationäre Viertakt-Otto-Motor von 1876 und die daraus abgeleiteten Fahrzeugmotoren von Gottlieb Daimler (1886/1889) zu sehen. An weiteren Verbrennungsmotoren sind der Dieselmotor von
Rudolf Diesel (1897), Wankelmotoren und Strahltriebwerke
ausgestellt.
- Luftfahrt
- Maschinenelemente
- Maß und Gewicht
- Mathematisches Kabinett
- Metalle
- Mikroelektronik
- Musikinstrumente
- Museumsgeschichte
- Papier
- Pharmazie
- Physik
- Planetarium
- Raumfahrt
- Schifffahrt
- Starkstromtechnik
- Technisches Spielzeug
- Telekommunikation
- Textiltechnik
- Tunnelbau
- Umwelt
- Wasserbau
- Werkzeugmaschinen
- Wissenschaftliche Instrumente
- Zeitmessung
Außerdem werden Sonderausstellungen zu aktuellen Themen angeboten.
Führungen
In zahlreichen Abteilungen werden zu bestimmten Tageszeiten Führungen gemacht, an denen jeder Besucher ohne Voranmeldung
teilnehmen kann.
Führungen für Schulklassen, Fachführungen und Führungen in Fremdsprachen können auf Voranmeldung durchgeführt werden.
Das Kinderreich bietet Kindern in Begleitung Erwachsener spielenden Zugang zu technischen Fragestellungen.
Siehe auch: Bildergalerie Deutsches
Museum
Weblinks

