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Der Ausdruck Deutsche Christen (DC) bezeichnet den Teil der protestantischen Kirchen Deutschlands, die sich im Sinne des Nationalsozialismus gleichschalteten und die Synthese von Christentum und Nationalsozialismus zum Ziel hatten. Sie bildeten gleichsam die 'Partei des Nationalsozialismus in der Kirche'.
Einer ihrer führenden Köpfe, der Königsberger Wehrkreispfarrer Ludwig Müller, wurde von dieser Gruppe, die im Frühjahr/Frühsommer 1933 handstreichartig die Mehrheit der Synoden der evangelischen Landeskirchen eroberte, gegen den bereits von der Mehrheit der 28 deutschen Landeskirchenleitungen zum Reichsbischof nominierten Friedrich von Bodelschwingh, (Bethel), als erster 'Reichsbischof' der Deutschen Evangelischen Kirche 1933 durchgesetzt.
Die Deutschen Christen vertraten eine völkisch bestimmte Theologie (einschließlich der Forderung nach Abschaffung des "jüdischen" Alten Testamentes) und riefen damit den Widerstand jener innerkirchlichen Strömung hervor, die sich als Bekennenden Kirche bezeichnete. Nach 1934 verloren die Deutschen Christen an Bedeutung, blieben aber bis Kriegsende - vor allem ihr radikaler Flügel - dem Nationalsozialismus loyal verbunden und trugen zur Lähmung des protestantisch geprägten kirchlichen Lebens während der Zeit des Nationalsozialismus wesentlich bei. Ein Teil der Deutschen Christen sammelte sich nach dem 2. Weltkrieg in der so genannten Volkskirchenbewegung freier Christen.


