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Dieser Artikel beschäftigt sich nur mit der US-amerikanischen Bundesbehörde, für andere Bedeutungen siehe CIA (Begriffsklärung)
Die Central Intelligence Agency (abgekürzt CIA) ist der für die Auslandsaufklärung zuständige Geheimdienst der Vereinigten Staaten von Amerika. Aufgabe ist die Beschaffung und Analyse von Informationen über ausländische Regierungen, Vereinigungen und Personen, um sie den verschiedenen Zweigen der amerikanischen Regierung zur Verfügung zu stellen. Zu den Ländern, deren demokratisch gewählte Regierungen mit Hilfe der CIA gestürzt wurden, gehören Iran (1953), Guatemala (1954), Brasilien (1964) und Chile (1973). Die Behörde ist außerdem verantwortlich für viele Versuche, ausländische Regierungen zu beeinflussen, wie beispielsweise die Finanzierung der fehlgeschlagenen Invasion in Kuba durch die Landung von Exilkubanern in der Schweinebucht im Jahr 1961. Wie bei jedem Geheimdienst ranken sich auch um den CIA viele Verschwörungstheorien.
Der Geheimdienst untersteht direkt dem Präsidenten der Vereinigten Staaten. Kontrolliert wird die Behörde zudem von je einem Geheimdienstausschuss des Senates und des Repräsentantenhauses, anders als andere Behörden muss die CIA ihren Haushalt nicht veröffentlichen. Kritiker sehen dies im Widerspruch zur amerikanischen Verfassung.
Ihren Sitz hat die CIA in Langley, Virginia.
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Die Behörde wurde am 18. September 1947 durch Erlass von Präsident Harry S. Truman gegründet. Vorläufer der CIA war im Zweiten Weltkrieg das Büro für Strategische Dienste (OSS – Office of Strategic Services), aus dem dann von 1945 bis 1947 die CIG (Central Intelligence Group) im US-Außenministerium hervorging. Man erkannte jedoch schnell, dass mit dem beginnenden Kalten Krieg ein Rumpf-Spionageapparat für die Weltmacht USA nicht ausreichte.
Vorläuferorganisationen der CIA: geleitet von William Joseph Donavan
CIA-Direktoren:
Erster CIA-Direktor war Admiral Roscoe Hillenkoetter; vor ihm war Admiral Sidney W. Souers Chef der CIG. Auf Hillenkoetter folgte 1953 bis 1961 Allen Welsh Dulles, der im Zweiten Weltkrieg im schweizerischen Bern Mitarbeiter des Office of Strategic Services unter „Wild Bill“ William Joseph Donavan war. Dulles war damit neben George J. Tenet am längsten an der Spitze der US-Auslandsspionage.
1988 wird George H. W. Bush (Senior) als erster ehemaliger CIA-Chef Präsident der Vereinigten Staaten.
Seit dem 11. Juli 1997 war George J. Tenet Direktor der CIA. Er trat am 3. Juni 2004 nach Kritik an der Arbeit des Dienstes im Zusammenhang mit dem Dritten Golfkrieg aus persönlichen Gründen zurück. Bis zur Ernennung eines neuen Direktors übernahm der bisherige Stellvertreter Tenets, John McLaughlin, die Leitung der CIA.
Die Aktivitäten der CIA haben zu politischen Kontroversen in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern geführt. Grund hierfür ist zum einen die Wirtschaftsspionage in befreundeten Ländern, zum anderen die Unterstützung von Diktatoren, wie beispielsweise Manuel Noriega in Panama oder Somoza in Nicaragua, wo – so CIA-Kritiker – „geopolitsche Interessen der Vereinigten Staaten über die Interessen demokratisch gewählter Regierungen gestellt werden“.
Kritik an der CIA wird auch wegen ihrer nicht effektiven Art der Informationsgewinnung geübt. Insbesondere konnte die CIA den Zusammenbruch der Sowjetunion nicht vorhersagen.
Aus diesen und ähnlichen Pannen sind auch sarkastische Wortspiele wie „CIA = caught in the act (in flagranti ertappt)“ nach dem Abschuss der U-2 von Gary Powers über der Sowjetunion am 1. Mai 1960 oder „Central Intelligence Agency, das ist schon ein Widerspruch in sich“ aus dem Film Jagd auf Roter Oktober.
Ein wichtiges Arbeitsgebiet ist das Feld der Desinformation. Mit Hilfe von frustrierten Mitarbeitern, die angeblich die Schnauze von ihrer Arbeit voll haben, werden Legenden geschaffen. Sie sind Whistleblower, die mit scheinbaren Insiderinformationen in die Medien gehen. Diese Legenden sollen teilweise unter ausdrücklicher Duldung der CIA erschaffen werden.
Ein weiterer Kritikpunkt sind wiederholte Verstöße gegen die Menschenrechte, die durch Verträge geregelt werden, die auch von den USA ratifiziert wurden. Da die CIA offiziell keine Folter anwenden darf, ist es Usus, Gefangene ins befreundete Ausland zu fliegen, wo sie von „Spezialisten“ dieser Länder in Offshore-Verhörlagern vernehmungstechnisch behandelt werden.
Eine der CIA-Publikationen, das CIA World Factbook, unterliegt nicht den Geheimhaltungsvorschriften und ist ohne Copyright-Beschränkungen frei verwendbar. Das Factbook ist die Grundlage der meisten Ländereinträge in der englischsprachigen Wikipedia.


