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Boris von Bulgarien († 7. Mai 907 in Bulgarien) war der erste christliche Herrscher Bulgariens
Boris, der von etwa 853 bis 890 regierte, empfing um 865 von byzantinischen Missionaren das Sakrament der Taufe. Anschließend unterstellte er seine gesamte Regentschaft dem Ziel der Christianisierung seines Reiches. Als sich sowohl Papst Nikolaus I. als auch dessen Nachfolger Hadrian II. verweigerten, den Bulgaren das Patriarchat zuzugestehen, wandte sich Boris enttäuscht von Rom Byzanz zu. Patriarch Ignatius von Konstantinopel forderte daraufhin die Zuständigkeit für Bulgarien ein, weshalb es schweren Konflikten mit Rom kam und er von Papst Johannes VIII. mit dem Kirchenbann bedroht wurde. Dessen ungeachtet entsandte Ignatius einen Erzbischof und mehrere Bischöfe zu Zwecken der Missionierung nach Bulgarien. Gegen Ende der Amtszeit von Boris wurde von Schülern des Kyrill und des Methodius in Bulgarien die slawische Liturgie eingeführt. Boris legte im Jahre 890 seine Herrschaft nieder und trat in ein Kloster ein. Er starb als Mönch am 7. Mai 907. Boris wird in Bulgarien als Nationalheiliger verehrt, sein Festtag ist der 2. Mai.
Boris wurde zu einem beliebten und weitverbreiteten Ikonenmotiv. Die meisten Darstellungen zeigen ihn als jugendlichen Regenten, der eine Kopfbedeckung trägt und ein Kreuz in der Hand hält.
Einordnung: Mann | Mönch | Heiliger | Bulgare


