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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Bern, für den Kanton siehe Kanton Bern
Bern ist der Hauptort des Amtsbezirks Bern, die Hauptstadt des Kantons Bern und Bundesstadt der Schweiz (siehe auch Hauptstadtfrage der Schweiz). Die Altstadt ist ein UNESCO Weltkulturerbe.
Deutsch: Bern; Berndeutsch (Ortssprache): Bärn; Französisch: Berne; Italienisch: Berna; Rätoromanisch: Berna
| Basisdaten | ||||
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| Kanton: | Bern | |||
| Amtsbezirk: | Bern | |||
| BFS-Nr.: | 0351 | |||
| Fläche: | 52 km² | |||
| Koordinaten: | 46° 57' n. Br., 7° 25' ö. L. | |||
| Höhe: | 542 m ü. d. M. | |||
| Einwohner: | 127'000 (2004) | |||
| Flughafen: Distanz. |
Belpmoos ca. 10 km |
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| Stadtpräsident | Alexander Tschäppät (SPS) | |||
| Website: | www.bern.ch | |||
| Karte | ||||
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| Inhaltsverzeichnis |
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4.1 Strassenverkehr |
Die Stadt Bern ist um eine Schlaufe des Flusses Aare angelegt. Das Siedlungsgebiet ist umgeben von grösseren Waldgebieten und von Hügeln. Die Altstadt und das Zentrum der Stadt liegen höhergelegen in einer engen Flussschlaufe. Der Fluss trennt den Stadtkern gegen Norden, Osten und Süden von den Aussenquartieren ab. Im Norden stossen die Quartiere Breitenrain und Lorraine ans Zentrum, im Osten die Schosshalde und im Süden das Kirchenfeld. Über Hochbrücken (Kornhausbrücke, Nydeggbrücke und Kirchenfeldbrücke) sind diese Quartiere erreichbar. Im Westen grenzen Bümpliz und Bethlehem an das Zentrum.
Um die Kernstadt Bern gruppieren sich eine Vielzahl von Agglomerationsgemeinden (Köniz, Muri, Ostermundigen, Bolligen, Zollikofen), womit eine Agglomeration mit ca. 300'000 Einwohnern entsteht.
Die Alte Sternwarte (heute abgerissen und durch das Institut für exakte Wissenschaften ersetzt) bildet das historische Zentrum der Landesvermessung der Schweiz und trägt die Koordinaten 600/000//200/000.
Im August 2004 bewohnten 127'318 Einwohner die Stadt, davon waren 27'142 ausländische Staatsangehörige.
Behörden- und Schriftsprache ist Deutsch.
Gesprochen wird Berndeutsch, die lokale Variante der schweizerdeutschen Mundart.
Ausserdem: Mattenenglisch = Geheimsprache im Berner Mattequartier (wird umgangssprachlich praktisch nicht mehr verwendet, aber von Liebhabern noch gepflegt).
Evangelisch-reformiert 64%, römisch-katholisch 27%.
Die Stadt wurde 1191 von Herzog Berchthold V. von Zähringen gegründet. Laut einer Sage nannte er die Stadt Bern, weil er dort einen Bären getötet habe. Berchthold V. baute die Stadt nach einem klaren Plan: Sie wurde auf einer Schlaufe der Aare errichtet, sodass sie auf drei Seiten auf eine natürliche Weise geschützt war. Auf der vierten Seite wurden eine Mauer und ein Wehrturm errichtet. Die geschützte Lage ermöglichte ein rasches Wachstum der Stadt in Richtung Westen: Der Wehrturm am westlichen Ende war bis 1256 der Zytgloggeturm (Zeitglockenturm), gefolgt vom Käfigturm bis 1345 und vom Christoffelturm bis 1622. Dieser stand in der Nähe des heutigen Hauptbahnhofs und wurde 1865 abgerissen. Während des Dreissigjährigen Krieges wurden zwei zusätzliche Schutzanlagen errichtet, die sogenannten Schanzen. Das auf diese Weise geschützte Gebiet war gross genug für die Stadt bis ins 19. Jahrhundert. Nach dem Brand von 1405 erfolgte der Wiederaufbau in Sandstein. Das damals entstandene mittelalterliche Stadtbild ist heute noch weitgehend unverändert erhalten.
1353 schloss Bern als achter Ort einen Bund mit den Innerschweizer Waldstätten und verhalf so der jungen Eidgenossenschaft zu einem wesentlich erweiterten Einflussgebiet.
1848 wurde Bern durch die erste Eidgenössische Bundesversammlung zum Sitz der Bundesbehörden bestimmt.
Bern ist über eine Reihe von Autobahnen (A1, A12, A6) dicht vernetzt mit den benachbarten Städten.
Das Verkehrsnetz von BernMobil umfasst 3 Tram-Linien sowie mehrere Trolleybus- und Buslinien, wobei die meisten das Stadtzentrum mit den Aussenbezirken und Vororten verbinden. Der Grossteil des zentrumnahen Verkehrs wird von BernMobil abgewickelt.
Der Busverkehr in die weitere Agglomeration wird von den Postautobetrieben und vom Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) abgedeckt.
Die Berner S-Bahn verbindet die Stadt mit der weiteren Agglomeration. Das S-Bahnnetz umfasst eine Anzahl Linien, die die Stadt mit Thun, dem Emmental, Biel, Solothurn, Neuenburg, Freiburg und Schwarzenburg verbinden. Die S-Bahn wird von der BLS Lötschbergbahn , der Regionalverkehr Mittelland AG (RM) und dem Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) betrieben.
Die Fernverkehrszüge der SBB und der BLS bedienen den Hauptbahnhof von Bern, der auch Knotenpunkt für das S-Bahn-Netz ist. Von hier aus verkehren die Züge mit nationalen Destinationen (wie Zürich, Basel, Luzern, Lausanne, Genf und Brig. Auch die internationalen Züge nach Deutschland (u.a. ein ICE), Frankreich (TGV), Italien (u.a. Pendolino) und Spanien (Talgo) fahren am Hauptbahnhof ab.
In bezug auf das Verkehrsaufkommen ist der Hauptbahnhof Bern nach Zürich der zweitgrösste Bahnhof der Schweiz. Unter dem Bahnhof befindet sich die unterirdische Endstation der schmalspurigen RBS.
Ein paar Kilometer südlich der Stadt befindet sich der Flughafen Bern-Belp.
Erwähnenswert ist die Marzilibahn, welche vom Aare-Ufer hinauf zum Bundeshaus führt. Mit einer Länge von 105 Metern ist sie die kürzeste Standseilbahn in Europa.
Eine weitere Standseilbahn führt vom Vorort Wabern auf den Berner Hausberg, den 858 Meter hohen Gurten (bekannt für das Gurtenfestival).
Ein weiteres Kuriosum ist das sogenannte Senkeltram, das eigentlich ein Lift ist, der das tiefer gelegene Mattequartier mit der Altstadt verbindet.
Die Stadt Bern ist eines der Zentren des Wirtschaftsraums Espace Mittelland, der eine Region bestehend aus den Kantonen Bern, Solothurn, Freiburg, Neuenburg, Jura, Waadt und Wallis umfasst (ca. 2.5 Mio. Einwohner und ca. 900'000 Arbeitsplätze).
Die wichtigsten Branchen im Wirtschaftsraum Bern sind
In Bern befindet sich eine Vielzahl von Bildungsinstituten. Nachstehend sind die wichtigsten aufgezählt:
Für besondere Verdienste um den Ortsbildschutz erhielt Bern vom Schweizer Heimatschutz im Jahre 1997 den Wakkerpreis.
Der Fussballclub BSC Young Boys, kurz YB, spielt in der höchsten Schweizerischen Liga und spielt momentan im Übergangsstadion Neufeld. Das Wankdorfstadion wird im Sommer 2005 nach dem Neubau unter dem Namen Stade de Suisse neu eröffnet. In diesem spielte sich 1954 das Wunder von Bern ab, als Deutschland im Berner Wankdorf-Stadion zum ersten Mal Weltmeister wurde.
Der SC Bern spielt in der höchsten Eishockeyliga der Schweiz im Allmendstadion (gebaut 1967). Europaweit hat der SCB bei Heimspielen den höchsten Zuschauerdurchschnitt.
(in alphabetischer Reihenfolge)
Siehe auch: Kategorie:Berner
Berühmte Gäste (längere und kürzere Aufenthalter, alphabetisch): Albert Einstein (Physiker, Begründer der Relativitätstheorie), Benito Mussolini (Diktator), Bernhard Luginbühl (Eisenplastiker), Emmy Ball-Hennings (Schriftstellerin), Ernst Bloch (Philosoph), Friedrich Dürrenmatt (Schriftsteller), Friedrich Glauser (Kriminal-Schriftsteller), Georg Wilhelm Friedrich Hegel (Philosoph des Deutschen Idealismus), Gershom Scholem (Judaist), Hans Gieng (Brunnenbauer), Hermann Hesse (Schriftsteller), Hugo Ball (Schriftsteller, Begründer des Dadaismus), Jean Tinguely (Eisenplastiker), Jeremias Gotthelf (Bauern-Schriftsteller), Johann Friedrich Herbart (Pädagoge und Philosoph), Karl Barth (Theologe), Madame Tussaud (Begründerin des Wachsfigurenkabinetts in London), Max Scheler (Philosoph der Phänomenologie), Meret Oppenheim (Künstlerin), Michail Alexandrowitsch Bakunin (Anarchistischer Philosoph), Walter Benjamin (Philosoph und Kunstkritiker), Lenin (Begründer der Sowjetunion) u.a.

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