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Bern

Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Bern, für den Kanton siehe Kanton Bern


Bern ist der Hauptort des Amtsbezirks Bern, die Hauptstadt des Kantons Bern und Bundesstadt der Schweiz (siehe auch Hauptstadtfrage der Schweiz). Die Altstadt ist ein UNESCO Weltkulturerbe.

Deutsch: Bern; Berndeutsch (Ortssprache): Bärn; Französisch: Berne; Italienisch: Berna; Rätoromanisch: Berna


Basisdaten
Kanton: Bern
Amtsbezirk: Bern
BFS-Nr.: 0351
Fläche: 52 km²
Koordinaten: 46° 57' n. Br., 7° 25' ö. L.
Höhe: 542 m ü. d. M.
Einwohner: 127'000 (2004)
Flughafen:
Distanz.
Belpmoos
ca. 10 km
Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SPS)
Website: www.bern.ch
Karte
Bern in der Schweiz
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Bern in der Schweiz
Vogelschau
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Vogelschau
Stadt Bern, Dämmerung, 2003
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Stadt Bern, Dämmerung, 2003
Zeitglockenturm in Bern um 1900
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Zeitglockenturm in Bern um 1900
Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt Bern ist um eine Schlaufe des Flusses Aare angelegt. Das Siedlungsgebiet ist umgeben von grösseren Waldgebieten und von Hügeln. Die Altstadt und das Zentrum der Stadt liegen höhergelegen in einer engen Flussschlaufe. Der Fluss trennt den Stadtkern gegen Norden, Osten und Süden von den Aussenquartieren ab. Im Norden stossen die Quartiere Breitenrain und Lorraine ans Zentrum, im Osten die Schosshalde und im Süden das Kirchenfeld. Über Hochbrücken (Kornhausbrücke, Nydeggbrücke und Kirchenfeldbrücke) sind diese Quartiere erreichbar. Im Westen grenzen Bümpliz und Bethlehem an das Zentrum.

Um die Kernstadt Bern gruppieren sich eine Vielzahl von Agglomerationsgemeinden (Köniz, Muri, Ostermundigen, Bolligen, Zollikofen), womit eine Agglomeration mit ca. 300'000 Einwohnern entsteht.

Die Alte Sternwarte (heute abgerissen und durch das Institut für exakte Wissenschaften ersetzt) bildet das historische Zentrum der Landesvermessung der Schweiz und trägt die Koordinaten 600/000//200/000.

Bevölkerung

Im August 2004 bewohnten 127'318 Einwohner die Stadt, davon waren 27'142 ausländische Staatsangehörige.

Sprachen

Behörden- und Schriftsprache ist Deutsch.

Gesprochen wird Berndeutsch, die lokale Variante der schweizerdeutschen Mundart.

Ausserdem: Mattenenglisch = Geheimsprache im Berner Mattequartier (wird umgangssprachlich praktisch nicht mehr verwendet, aber von Liebhabern noch gepflegt).

Religionen - Konfessionen

Evangelisch-reformiert 64%, römisch-katholisch 27%.

Berner Stadtoriginale

Geschichte

Entwicklung der Stadt

Die Stadt wurde 1191 von Herzog Berchthold V. von Zähringen gegründet. Laut einer Sage nannte er die Stadt Bern, weil er dort einen Bären getötet habe. Berchthold V. baute die Stadt nach einem klaren Plan: Sie wurde auf einer Schlaufe der Aare errichtet, sodass sie auf drei Seiten auf eine natürliche Weise geschützt war. Auf der vierten Seite wurden eine Mauer und ein Wehrturm errichtet. Die geschützte Lage ermöglichte ein rasches Wachstum der Stadt in Richtung Westen: Der Wehrturm am westlichen Ende war bis 1256 der Zytgloggeturm (Zeitglockenturm), gefolgt vom Käfigturm bis 1345 und vom Christoffelturm bis 1622. Dieser stand in der Nähe des heutigen Hauptbahnhofs und wurde 1865 abgerissen. Während des Dreissigjährigen Krieges wurden zwei zusätzliche Schutzanlagen errichtet, die sogenannten Schanzen. Das auf diese Weise geschützte Gebiet war gross genug für die Stadt bis ins 19. Jahrhundert. Nach dem Brand von 1405 erfolgte der Wiederaufbau in Sandstein. Das damals entstandene mittelalterliche Stadtbild ist heute noch weitgehend unverändert erhalten.

Politische Beziehungen

1353 schloss Bern als achter Ort einen Bund mit den Innerschweizer Waldstätten und verhalf so der jungen Eidgenossenschaft zu einem wesentlich erweiterten Einflussgebiet.

1848 wurde Bern durch die erste Eidgenössische Bundesversammlung zum Sitz der Bundesbehörden bestimmt.

Verkehr

Strassenverkehr

Bern ist über eine Reihe von Autobahnen (A1, A12, A6) dicht vernetzt mit den benachbarten Städten.

Bus- und Tramnetz

Das Verkehrsnetz von BernMobil umfasst 3 Tram-Linien sowie mehrere Trolleybus- und Buslinien, wobei die meisten das Stadtzentrum mit den Aussenbezirken und Vororten verbinden. Der Grossteil des zentrumnahen Verkehrs wird von BernMobil abgewickelt.

Postauto und Überlandbus

Der Busverkehr in die weitere Agglomeration wird von den Postautobetrieben und vom Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) abgedeckt.

S-Bahn

Die Berner S-Bahn verbindet die Stadt mit der weiteren Agglomeration. Das S-Bahnnetz umfasst eine Anzahl Linien, die die Stadt mit Thun, dem Emmental, Biel, Solothurn, Neuenburg, Freiburg und Schwarzenburg verbinden. Die S-Bahn wird von der BLS Lötschbergbahn , der Regionalverkehr Mittelland AG (RM) und dem Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) betrieben.

Fernverkehr Züge

Die Fernverkehrszüge der SBB und der BLS bedienen den Hauptbahnhof von Bern, der auch Knotenpunkt für das S-Bahn-Netz ist. Von hier aus verkehren die Züge mit nationalen Destinationen (wie Zürich, Basel, Luzern, Lausanne, Genf und Brig. Auch die internationalen Züge nach Deutschland (u.a. ein ICE), Frankreich (TGV), Italien (u.a. Pendolino) und Spanien (Talgo) fahren am Hauptbahnhof ab.

In bezug auf das Verkehrsaufkommen ist der Hauptbahnhof Bern nach Zürich der zweitgrösste Bahnhof der Schweiz. Unter dem Bahnhof befindet sich die unterirdische Endstation der schmalspurigen RBS.

Flugverkehr

Ein paar Kilometer südlich der Stadt befindet sich der Flughafen Bern-Belp.

Weitere öffentliche Verkehrsmittel

Erwähnenswert ist die Marzilibahn, welche vom Aare-Ufer hinauf zum Bundeshaus führt. Mit einer Länge von 105 Metern ist sie die kürzeste Standseilbahn in Europa.

Eine weitere Standseilbahn führt vom Vorort Wabern auf den Berner Hausberg, den 858 Meter hohen Gurten (bekannt für das Gurtenfestival).

Ein weiteres Kuriosum ist das sogenannte Senkeltram, das eigentlich ein Lift ist, der das tiefer gelegene Mattequartier mit der Altstadt verbindet.

Wirtschaft und Wissenschaft

Wirtschaft

Die Stadt Bern ist eines der Zentren des Wirtschaftsraums Espace Mittelland, der eine Region bestehend aus den Kantonen Bern, Solothurn, Freiburg, Neuenburg, Jura, Waadt und Wallis umfasst (ca. 2.5 Mio. Einwohner und ca. 900'000 Arbeitsplätze).

Die wichtigsten Branchen im Wirtschaftsraum Bern sind

Traditionell stark ist die Telekommunikationsbranche. Bekannteste Vertreter sind Swisscom (ehemaliger staatlicher Monopolanbieter für Telefoniedienstleistungen, heute privatisiert) und Ascom (Telekommunikationsausrüster).
Mit den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und der Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS) haben die beiden grössten Eisenbahngesellschaften der Schweiz ihren Hauptsitz in Bern.
Eine Schwerpunktbranche in Bern ist die Gesundheits- und Pharmabranche. Die wichtigsten Unternehmen in diesem Bereich sind das Inselspital, Berna Biotech, Galenica und ZLB Behring AG.
Die Post mit einem breit gefächerten Angebot im Bereich Brief- und Paketpost, Finanzdienstleistungen und Transportwesen (Postauto) hat als grösster öffentlicher Dienstleister in der Schweiz ihren Hauptsitz in Bern.
In der Stadt Bern sind wesentliche Teile der Verwaltungen von Eidgenossenschaft, Kanton und Stadt Bern angesiedelt. Somit ist Bern das grösste Verwaltungszentrum der Schweiz.

Wissenschaft und Bildung

In Bern befindet sich eine Vielzahl von Bildungsinstituten. Nachstehend sind die wichtigsten aufgezählt:

Zur Zeit sind etwa 13'000 Studierende bei der Universität Bern immatrikuliert. Die Universität besteht aus folgenden Fakultäten:
Bei der Fachhochschule Bern sind etwa 5000 Studierende eingeschrieben. Die Fachhochschule besteht aus den folgenden Einheiten:
Weiter ist eine Vielzahl von Berufsschulen vertreten, wie etwa


Sehenswürdigkeiten

Für besondere Verdienste um den Ortsbildschutz erhielt Bern vom Schweizer Heimatschutz im Jahre 1997 den Wakkerpreis.

Denkmäler

Kultur

Theater

Konzerte (klassisch)

Konzerte (Jazz)

Konzerte (Rock)

Museen

Kulturzentren

Festivals

Mitte August findet auf dem Berner Hausberg Gurten (im Dialekt auch "Güsche") das Gurtenfestival statt, bei dem zehntausende von Besuchern mit der Gurtenbahn auf den Berg befördert werden. Das Festival, bei dem internationale Musikstars auftreten, zählt zu den grössten der Schweiz.

Volksfeste

Jährlich, am vierten Montag im November, findet in Bern der "Zibelemärit" (Zwiebel-Markt) statt, bei dem traditionsweise vor allem Zwiebeln verkauft werden. Durch Besucher der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland, welche schon in den frühesten Morgenstunden anreisen und einer ausgelassenen Stimmung durch Konfetti und Plastik-Hämmerchen, die Kindern den Erwachsenen auf den Kopf schlagen, erhält der Zibelemärit den Charakter eines Volksfests.

Sport

Fussball

Der Fussballclub BSC Young Boys, kurz YB, spielt in der höchsten Schweizerischen Liga und spielt momentan im Übergangsstadion Neufeld. Das Wankdorfstadion wird im Sommer 2005 nach dem Neubau unter dem Namen Stade de Suisse neu eröffnet. In diesem spielte sich 1954 das Wunder von Bern ab, als Deutschland im Berner Wankdorf-Stadion zum ersten Mal Weltmeister wurde.

Eishockey

Der SC Bern spielt in der höchsten Eishockeyliga der Schweiz im Allmendstadion (gebaut 1967). Europaweit hat der SCB bei Heimspielen den höchsten Zuschauerdurchschnitt.

Laufsport

Mit über 18'000 Teilnehmern ist der Grand Prix von Bern die grösste Laufveranstaltung in der deutschsprachigen Schweiz. Der Lauf führt über eine Distanz von 10 Meilen (16.09 km) und ist aufgrund seines Höhenprofils recht anspruchsvoll. Der Lauf ist bei Läuferinnen und Läufern nicht zuletzt auch deshalb sehr beliebt, weil er durch das Zentrum Berns führt, wo jeweils Tausende von Zuschauern die Laufenden lautstark anfeuern.

Bekannte Persönlichkeiten mit Bezug zu Bern

(in alphabetischer Reihenfolge)

Siehe auch: Kategorie:Berner

Berühmte Gäste (längere und kürzere Aufenthalter, alphabetisch): Albert Einstein (Physiker, Begründer der Relativitätstheorie), Benito Mussolini (Diktator), Bernhard Luginbühl (Eisenplastiker), Emmy Ball-Hennings (Schriftstellerin), Ernst Bloch (Philosoph), Friedrich Dürrenmatt (Schriftsteller), Friedrich Glauser (Kriminal-Schriftsteller), Georg Wilhelm Friedrich Hegel (Philosoph des Deutschen Idealismus), Gershom Scholem (Judaist), Hans Gieng (Brunnenbauer), Hermann Hesse (Schriftsteller), Hugo Ball (Schriftsteller, Begründer des Dadaismus), Jean Tinguely (Eisenplastiker), Jeremias Gotthelf (Bauern-Schriftsteller), Johann Friedrich Herbart (Pädagoge und Philosoph), Karl Barth (Theologe), Madame Tussaud (Begründerin des Wachsfigurenkabinetts in London), Max Scheler (Philosoph der Phänomenologie), Meret Oppenheim (Künstlerin), Michail Alexandrowitsch Bakunin (Anarchistischer Philosoph), Walter Benjamin (Philosoph und Kunstkritiker), Lenin (Begründer der Sowjetunion) u.a.

Weblinks

Siehe auch







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