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Baden war ein deutscher Staat. 1945 aufgrund der alliierten Besatzung geteilt, ging er 1952 im Land Baden-Württemberg auf.
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4.1 Landeskommissärbezirk Konstanz |
Baden liegt im Südwesten Deutschlands. Das Land erstreckt sich längs des Rheins von Konstanz über Lörrach, Freiburg und Karlsruhe bis zur größten Stadt Mannheim, mit einer Fortsetzung bis an den Main bei Wertheim. Es grenzt an das französische (1871 bis 1918 deutsche) Elsass im Westen, an die Schweiz im Süden, die Pfalz im Nordwesten, Hessen und Bayern im Nordosten. Die östliche Grenze nach Württemberg (Schwaben) verläuft auf den Höhen des Schwarzwalds. Zentrale Landschaft Badens mit den meisten großen Städten ist die Oberrheinische Tiefebene.
Karlsruhe, die frühere Hauptstadt Badens, war ab 1715 Residenz, zunächst der Markgrafen von Baden-Durlach und später der Großherzöge von Baden, sowie bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Hauptstadt des 1918 gegründeten Freistaats beziehungsweise der Demokratischen Republik Baden.
Großstädte auf badischem Gebiet sind (von Nord nach Süd): Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Pforzheim und Freiburg im Breisgau.
Größere Mittelstädte in Baden sind (von Nord nach Süd): Baden-Baden, Offenburg, Villingen-Schwenningen (jedoch nur der Stadtteil Villingen; Schwenningen war württembergisch) und Konstanz.
Landschaften in Baden:
Der Name stammt von den Markgrafen von Baden, einer im 12. Jahrhundert etablierten Seitenlinie der Herzöge von Zähringen. Hermann II. war der erste Zähringer, der sich, nach dem neuen Stammsitz, der Burg Hohenbaden hoch über den Thermalbädern der damaligen Stadt Baden (heute Baden-Baden), Markgraf von Baden nannte. Herrschaftsgebiete der badischen Markgrafschaften waren Baden-Durlach (bei Karlsruhe), Baden-Baden, Baden-Hachberg bei Emmendingen sowie Sausenburg-Rötteln bei Lörrach. Letztere Herrschaft bestand aus Besitzungen zwischen Lörrach bis südlich von Freiburg und ist heute als Markgräflerland bekannt.
Von 1535 bis 1771 war die Herrschaft in die Linien Baden-Durlach (evangelisch) und Baden-Baden (katholisch) geteilt. Markgraf Ludwig Wilhelm, der so genannte "Türkenlouis" (1677 bis 1707), machte Rastatt zu seiner Residenz, Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach das 1715 erbaute Karlsruhe. Karl Friedrich von Baden-Durlach erbte 1771 die Besitzungen der erloschenen Linie Baden-Baden.
Unter der Protektion Napoleons entstand in den Jahren 1803 (Karl Friedrich wird Kurfürst) und 1806 (Karl Friedrich wird Großherzog) aus vielen kleinen Fürstentümern, geistlichen Gebieten und Reichsstädten das neue badische Staatsgebiet, welches mindestens die fünffache Fläche des ursprünglichen hatte.
Hinzu kamen:
Auf diesem Weg kam Baden, das bis dahin keine eigene höhere Bildungsstätte verfügte, auch in den Besitz der beiden Universitäten Freiburg und Heidelberg.
Im 19. Jahrhundert konnten sich in Baden Demokratie und Parlamentarismus freier entwickeln als anderswo. 1818 erhielt das Großherzogtum auch eine liberale Verfassung.
1845 Gab es einen Hofskandal um die Geschichte von Caspar Hauser.
In den Jahren 1848 und 1849 kam es neben anderen Staaten des Deutschen Bundes auch in Baden zur so genannten Badischen Revolution (Märzrevolution).
1871 trat Baden dem Deutschen Reich bei und blieb in seinen Grenzen, trotz württembergischer Versuche im Dritten Reich die Vereinigung herbeizuführen, bis zum Ende des 2. Weltkriegs unverändert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Baden zunächst geteilt.
1952 schlossen sich die Länder Württemberg-Baden und Baden mit dem Land Württemberg-Hohenzollern zum heutigen Bundesland Baden-Württemberg zusammen. In Mittel- und Südbaden gab es viele Gegner des Zusammenschlusses. Diese plädierten für ein eigenständiges Bundesland Baden, unterlagen jedoch bei der Volksabstimmung. Entscheidend war das Abstimmungsverhalten des bevölkerungsreichen Nordbadens. Insbesondere die alte Kurpfalz mit Mannheim und Heidelberg war gegen Baden. "Vom See bis an den Maines Strand die Stimme dir mein Badnerland", war auf den Wahlplakaten von 1952 zu lesen.
1970 kam es aufgrund einer Klage nochmals zu einer Volksabstimmung, an der sich diesmal nur die Badener (und nicht die Württemberger) beteiligen durften. Eine überwältigende Mehrheit war allerdings für den Verbleib in Baden-Württemberg.
Die 1952 gebildeten Regierungsbezirke Nordbaden und Südbaden griffen die Grenzen des alten Landes Baden wieder auf. Mit der Kreisreform, die zum 1. Januar 1973 vollzogen wurde, veränderten sich die Zuständigkeiten der beiden Regierungspräsidien in Karlsruhe und Freiburg, so dass die Regierungsbezirke in Karlsruhe beziehungsweise Freiburg entsprechend umbenannt wurden. Die alten Grenzen des Landes Baden spiegeln sich heute noch darin wieder, dass es einen eigenständigen Badischen Sportbund gibt und dass es eine eigenständige Evangelischen Landeskirche in Baden gibt.
Bis 1945 war das Land Baden verwaltungsmäßig in 4 Landeskommissärbezirke eingeteilt, die sich in Stadt- und Landkreise unterteilten.
Stadtkreise:
Landkreise:
Stadtkreise:
Landkreise:
Stadtkreise:
Landkreise:
Stadtkreise:
Landkreise:
Die Staatsoberhäupter (Markgrafen, Kurfürsten und Großherzöge) von Baden von 1738 bis zum Ende des ersten Weltkriegs 1918 waren:
Regierungschefs beziehungsweise Staatsminister des Großherzogtums waren:
Die Staatspräsidenten der Republik Baden 1918 - 1945:
s. Badisch
Nach dem Zusammenschluss von Baden und Württemberg (Schwaben) zum Bundesland Baden-Württemberg, sind manche Sprüche entstanden, die das besondere Verhältnis der Badener zu den Schwaben ausdrücken. Sie sollen jedoch mit Augenzwinkern und nicht als Affront gegen die Schwaben verstanden werden:
Beispiele:
In Baden spielt der Weinbau eine wichtige wirtschaftliche Rolle.
Siehe auch: Baden (Weinanbaugebiet)
Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist der Tourismus, insbesondere im Schwarzwald.
Die korrekte Bezeichnung für einen Einwohner Badens ist Badener, nicht Badenser. Das Lied der Badener ist aus der Melodie des Lieds der Sachsen entstanden. Das Badnerlied ist heute Ausdruck der Verbundenheit mit dem Heimatland und ebenfalls humoristisch-anarchisches Mittel der Abgrenzung zur künstlichen Verwaltungseinheit Baden-Württemberg, wie in zahlreichen inoffiziellen Liedstrophen belegt (siehe auch www.bfsbw.de und Karlsruher Stadtwiki: Bund Freiheit statt Baden-Württemberg)
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