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Arthur Greiser

Arthur Greiser (* 22. Januar 1897 in Schroda in der preußischen Provinz Posen; † 14. Juli 1946 in Posen, Polen) war Senatspräsident der Freien Stadt Danzig (1935 – 1939) und Reichsstatthalter und Gauleiter der NSDAP im Reichsgau Wartheland (1939 – 1945).

Inhaltsverzeichnis

Elternhaus und Erster Weltkrieg

Arthur Karl Greiser wurde am 22. Januar 1897 als Sohn eines Gerichtsvollziehers in Schroda in der preußischen Provinz Posen geboren. Er besuchte das humanistische Gymnasium bis zur Prima. Greiser beherrschte die polnische Sprache. Im Ersten Weltkrieg gehörte er als Kriegsfreiwilliger zunächst der Marine und später als Flieger dem Jagdgeschwader Richthofen an.

Nach Kriegsende versah er Dienst im Grenzschutz Ost und wurde 1921 mit der Demobilisierung entlassen. Er gründete eine Handelsvertreterfirma und wurde Vertreter der Stettiner Ölwerke. Seit 1919 war er in erster Ehe verheiratet; aus dieser Verbindung gingen drei Kinder hervor.

Hinwendung zum Nationalsozialismus

Arthur Greiser trat 1929 in die NSDAP und die SA ein und im Jahre 1931 auch in die SS.

Danziger Zeit

In der Zeit der Wirtschaftskrise war Greiser in Danzig als Führer eines Fahrgast-Motorbootes für Fahrten in der Danziger Bucht tätig.

Im Oktober 1930 übertrug der Gauleiter der NSDAP für Ostpreußen, Erich Koch, der den Danziger Gau kommissarisch mitleitete, Arthur Greiser das Amt des Gaugeschäftsführers im Gau Danzig der NSDAP.

Nach der Volkstagswahl vom 16. November 1930 wurde Greiser Fraktionsvorsitzender der NSDAP im Danziger Volkstag und gleichzeitig Stellvertreter des neuen Gauleiters der NSDAP Albert Forster. Ferner übte er das Amt des Senatsvizepräsidenten und des Innensenators aus.

Nach den Kommunalwahlen vom 18. November 1935 wurde Arthur Greiser zum Präsidenten des Danziger Senates ernannt und blieb dies bis zum September 1939.

Greiser hatte nach der Scheidung seiner ersten Ehe im Jahre 1934 wieder geheiratet. Aus dieser Ehe ging ebenfalls ein Kind hervor.

Der Zweite Weltkrieg

Im Sept. 1939 wurde Arthur Greiser zum Chef der Zivilverwaltung beim Militärbefehlshaber in Posen ernannt. Mit dem 26. Oktober 1939 erhielt er seine Ernennung zum Reichstatthalter im neugeschaffenen Reichsgau Posen (später Wartheland). Er übte gleichtzeitig die Funktion des Gauleiters der NSDAP im Wartheland aus.

Im Juli 1940 wurde Greiser Mitglied des Reichstags. Seit 1942 hatte er die Funktion eines Reichsverteidigungskommissars für das Wartheland inne. 1943 beförderte ihn Heinrich Himmler zum SS-Obergruppenführer, im Januar 1945 flüchtete er vor den herannahenden Truppen der Roten Armee aus Posen.

Er wurde später an Polen ausgeliefert und am 14. Juli 1946 als Kriegsverbrecher in Poznan hingerichtet.

Literatur

Weblinks




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