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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Altenburg in Ostthüringen. Für weitere Bedeutungen, siehe bitte Altenburg (Begriffsklärung).
| Wappen | Karte |
|---|---|
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| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thüringen |
| Landkreis: | Altenburger Land |
| Fläche: | 44,93 km² |
| Einwohner: | 39.189 (31.12.2003) |
| Bevölkerungsdichte: | 872 Einwohner je km² |
| Höhe: | 227 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 04600 |
| Vorwahl: | 03447 |
| Geografische Lage: | 50° 59' n. Br. 12° 25' ö. L. |
| Kfz-Kennzeichen: | ABG |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 77 001 |
| Stadtgliederung: | 3 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 1 04600 Altenburg |
| Offizielle Website: | www.stadt-altenburg.de www.altenburg-tourismus.de |
| E-Mail-Adressen: | info@stadt-altenburg.de mail@altenburg-tourismus.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Michael Wolf (SPD) |
Altenburg ist die Kreisstadt des Landkreises Altenburger Land im Osten des Freistaates Thüringen. Die Stadt ist auch als "Skatstadt" bekannt, weil dieses Kartenspiel hier entwickelt wurde.
| Inhaltsverzeichnis |
Altenburg liegt in der Nähe des Flusses Pleiße, 36 km östlich von Gera, 45 km südlich von Leipzig am südlichen Rand der Leipziger Tieflandsbucht.
Im Jahre 976 wurde Altenburg erstmals durch Kaiser Otto II. erwähnt. In der Kaiserpfalz Altenburg (Castrum Plysn), die das erste Mal 1132 erwähnt wurde, hielt sich Kaiser Friedrich I. zwischen 1165 und 1188 sechsmal auf, weshalb Altenburg den Beinamen "Barbarossastadt" erhielt. 1172 weihte Kaiser Friedrich I. Barbarossa das Augustiner-Chorherren-Stift "Unserer lieben Frauen St. Marien" auf dem Berge (Rote Spitzen), ein. 1256 bestätigte Heinrich der Erlauchte das Altenburger Stadtrecht. 1307 gingen Altenburg und das Pleißenland nach der Schlacht bei Lucka, bei der König Albrecht I. gegen Friedrich den Gebissenen verlor, in wettinischen Besitz über. 1356 erneuerte Friedrich der Strenge das Altenburger Stadtrecht, und 1430 belagerten die Hussiten Altenburg, wobei fast die halbe Stadt niedergebrannt wurde. 1455 raubte Ritter Kunz von Kaufungen die beiden Prinzen des Kurfürsten Friedrich des Sanftmütigen, Ernst und Albrecht, aus dem Altenburger Schloss, um seine Forderungen gegenüber dem Kurfürsten durchzusetzen (Altenburger Prinzenraub). Bei der "Leipziger Teilung" 1485 zwischen dem Kurfürsten Ernst und Herzog Albrecht kam Altenburg an Kurfürst Ernst.
1522 wurde die Reformation in Altenburg eingeführt. Im Schmalkaldischen Krieg blieb die Stadt von 1547 bis 1554 in den Händen der Albertiner. Als 1603 das Herzogtum Sachsen-Altenburg gegründet wurde, wurde Altenburg Residenzstadt. Im Dreißigjährigen Krieg 1618-1648 kam der größte Teil der Einwohner ums Leben. Mit dem Tod Friedrich Wilhelm III. von Sachsen-Altenburg 1672 erlosch die älteste Linie des Herzoghauses. Das Land fiel an Herzog Ernst den Frommen von Sachsen-Gotha.
1806 trat das Doppelherzogtum Gotha und Altenburg dem Rheinbund bei und wurde damit Verbündeter Napoleons. In der Stadt wurden alsbald auch Franzosen einquartiert. Zwischen 1810 und 1818 wurde hier das Skatspiel erfunden. Nach dem Aussterben des Herzogshauses Gotha-Altenburg kam das Herzogtum Sachsen-Altenburg Durch den Teilungsvertrag von Hildburghausen 1826 an den bisherigen Herzog Friedrich III. von Sachsen-Hildburghausen, der als Herzog Friedrich von Sachsen-Altenburg fortan in der Stadt residierte. 1832 wurde die Spielkartenfabrik der Gebrüder Bechstein gegründet. Am 19. September 1842 erfolgte der Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz (Sächsisch-Bayrische Eisenbahn nach Leipzig). Zwischen 1873 und 1875 wurde das Lindenau-Museum erbaut.
Am 13. November 1918 dankte Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg ab. Am 1. Mai 1920 ging der Freistaat Sachsen-Altenburg im neuen Freistaat Thüringen auf. Zwischen 1935 und 1936 entstand die Altenburger Spielkartenfabrik. Im Zweiten Weltkrieg erlebte Altenburg zwischen 1940 und 1945 mehrere Fliegerangriffe. Am 15. April 1945 marschierten die amerikanischen Truppen ein, die schließlich am 1. Juli 1945 die Region Altenburg an die Rote Armee übergaben. 1952 wurde Altenburg im Zuge der Auflösung der Länder in der DDR dem Bezirk Leipzig zugeordnet. 1990 kam es wieder an den Freistaat Thüringen. Seit 1994 ist Altenburg eine Große Kreisangehörige Stadt.
1993 wurde Ehrenberg , 1994 Zetzscha und schließlich 1996 Kosma eingemeindet.
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
Seit der Kommunalwahl vom 27. Juni 2004 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:
Die FDP erhielt bei 4,4 % keinen Sitz im Stadtrat. Die Wahlbeteiligung lag bei 38,7 %.
Das Theater Altenburg fusionierte 1996 mit den Bühnen der Stadt Gera zum Theater Altenburg-Gera.
Das Schloss- und Spielkartenmuseum befindet sich im Altenburger Schloss (siehe Bauwerke). Im Lindenau-Museum ist Bildende Kunst ausgestellt. Das Mauritianum (Naturkundliches Museum) zeigt das weltweit größte Exemplar eines Rattenkönigs. In der historischen Herzog-Joseph-Kaserne befindet sich das Mordmuseum (www.mordmuseum.de).
Am Rande des Stadtkerns befindet sich auf einem Porphyrfelsen das Schloss Altenburg. Es ist heute weitestgehend im Zustand des 18. Jahrhunderts erhalten.
Sehenswert sind ferner die Brüderkirche, die St. Bartholomäikirche, die Nikolaikirche, die Agneskirche, der Skatbrunnen, die Roten Spitzen, das Seckendorffsche Palais, das Magdalenenstift, das Rathaus, das Bahnhofgebäude und der "Große Teich" mit "Inselzoo".
Eine lokale Spezialität ist der Altenburger Ziegenkäse g.U., er ist in der EU unter diesem Namen als geschützte Ursprungsbezeichnung eingetragen und darf mit dem entsprechenden Siegel ausgezeichnet werden.
Altenburgliegt im Schnittpunkt der Bundesstraßen B7, B 93 und B 180. Durch Altenburg verläuft die Bahnstrecke Leipzig-Hof/Saale. Am 19. September 1842 erfolgte der Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz (Sächsisch-Bayrische Eisenbahn nach Leipzig). Altenburg verfügte zunächst über einen Kopfbahnhof in der heutigen Fabrikstraße, der 1876 durch den heute noch vorhandenen Bahnhofersetzt wurde. In Nobitz befindet sich der Flughafen Altenburg-Nobitz.
Altenburg ist Geburtsort des "Vaters der Kathederblüte" Johann Georg August Galletti.
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